Kaninchenschutz e.V.

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Zwangsernährung


Ist ein Kaninchen krank (z. B. Zahnprobleme, E. cuniculi, nach einer Operation) und mag nicht fressen, muss man das Tier nach einem gewissen Zeitraum ggf. mit Nahrung durch eine Spritze versorgen, damit die Darmtätigkeit nicht zum Erliegen kommt.

Für diese Fütterung eignet sich Brei als Übergangsfutter bis zur Genesung. Der Brei kann dem Tier auch auf einem Tellerchen angeboten werden; so kann, wenn es den Brei freiwillig zu sich nimmt, eine Zwangsfütterung verhindert werden.

Bevor Sie mit einer Zwangsernährung beginnen, testen Sie bitte, ob das Kaninchen frische Wiese (z. B. Gräser, Blätter, Löwenzahn oder andere Wildkräuter), fein geraspeltes Gemüse oder frische Kräuter zu sich nehmen mag. Sollte dies der Fall sein, können Sie auf Brei verzichten.

Sollte das Tier über mehrere Tage mit einer Spritze ernährt werden müssen, dann sollte der Brei recht gehaltvoll sein. Als Grundlage empfiehlt sich ein Fertigpulver wie z. B. Critical Care. Dieses können Sie mit Gemüsebrei (selbstgekocht oder Babygläschen, allerdings müssen diese frei von Zusätzen sein) im Verhältnis 1 : 1 anrühren. Zusätzlich können Sie noch abgekochte, pürierte Kräuter und Schmelzflocken (aus dem Babynahrungsbedarf) hinzufügen. Pürieren Sie niemals ungekochtes Frischfutter, da dies zu schweren Verdauungsproblemen führen kann.

Bitte beachten Sie aber, dass Sie in keinem Fall ohne Hinzuziehen eines Tierarztes handeln! Denn durch eine unbedachte Zwangsernährung kann sich der Gesundheitszustand des Tieres auch dramatisch verschlechtern (z. B. bei einer Magenüberladung). Eine schnelle Vorstellung beim Tierarzt ist daher dringend wichtig.

Wir wünschen Ihrem Tier schnell gute Besserung!