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Nein zu Kaninchen-Nachwuchs!


Wenn auch Sie gern einmal von einem Ihrer Kaninchen Nachwuchs haben möchten, lesen Sie bitte diesen Artikel aufmerksam durch und entscheiden danach, ob Sie mit gutem Gewissen „Ja“ zu Kaninchennachkommen sagen können.

Jeder, der über die Vermehrung von Kaninchen nachdenkt, sollte sich ausgiebig mit der Genetik, der Gefahr vererbbarer Krankheiten und dem Verlauf und den Risiken einer Trächtigkeit für das Muttertier befassen.

Das Argument, kleine Tiere aufwachsen sehen zu wollen, darf nicht ausschlaggebend für die Entscheidung sein. Junge Kaninchen haben bereits mit ca. acht Wochen einen Teil ihrer kindlichen Niedlichkeit verloren und haben als erwachsene Tiere das Recht, ein kaninchengerechtes Leben zu führen!

Sind Sie sich bewusst, wie viele Kaninchen aller Farben, Größen und Rassen in Tierheimen oder privaten Pflegestellen zum Teil monatelang auf einen neuen kaninchengerechten Platz warten? Durch das Überangebot an Jungtieren ist es schwer, gerade für solche Tiere einen endgültigen Platz bei Kaninchenfreunden zu finden. Schauen Sie sich bitte allein die Schicksale der Kaninchen an, die sich in unserer Obhut befinden (www.kaninchenschutz.de). Wir sind nicht die einzige Schutzorganisation, die ein Zuhause für zahlreiche bedürftige Langohren sucht. Möchten Sie dann noch mehr Kaninchen in die Welt setzen?

Verfügen Sie über die erforderliche Zeit und die finanziellen Mittel, den Nachwuchs rechtzeitig impfen und tiermedizinisch versorgen zu lassen? Darüber hinaus müssen die Böckchen rechtzeitig kastriert werden, damit nicht noch mehr Nachwuchs kommt. Wenn Sie drei oder mehr Böckchen im Wurf haben, wird das schnell teuer.

Seien Sie sich bewusst, wie schnell sich Kaninchen fortpflanzen. Denn schon mit rund zwölf Wochen kann sich der Nachwuchs untereinander und mit der Mutter verpaaren. Innerhalb von wenigen Monaten können Sie dann 30 oder mehr Tiere haben.

Unserer Erfahrung nach finden Sie nicht für alle Tiere sofort oder jemals verantwortungsvolle „Abnehmer“. Gerade bei Jungtieren muss man seine Anfragen gut prüfen – denn Schlangenbesitzer sind auf der Suche nach günstigem Futter. Haben Sie in diesem Fall den ausreichenden Platz für Ihren Nachwuchs, damit die Kleinen auch in Zukunft ein artgerechtes Leben führen können?

Gegen den Nachwuchs spricht auch, dass dadurch auftretende Missbildungen und Krankheiten (gerade bei verwandtem und nicht bekanntem Erbgut) erheblich sein können. Sehr häufig kommen Zahnfehlstellungen vor und bedürfen in der Regel tierärztlicher Abklärung und Behandlung. Auch das ist nicht im Sinne der Tiere.

Auch das tierärztliche Argument, dass eine Trächtigkeit bei einer Häsin zum hormonellen Gleichgewicht führt, stimmt schlicht nicht. Die Häsin kann nach der Geburt auch wieder scheinträchtig werden und unter ihren Hormonen leiden. Die Gefahr ist groß, dass bei der Geburt ohne tierärztliche Betreuung Babys im Geburtskanal stecken bleiben und das Leben der Mutter und des Nachwuchses in Gefahr ist.

Bitte machen Sie sich und Ihrer Familie bewusst, dass allein Sie die Verantwortung für Ihre Tiere tragen, und entscheiden Sie im Sinne des Tierschutzes für ein: Nein zu Kaninchennachwuchs!