Kaninchenschutz e.V.

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Was tun bei nicht artgerechter Haltung oder Tierquälerei?


Haben Sie erfahren oder kennen Sie jemanden, der seine Tiere nicht artgerecht hält und die Tiere darunter leiden, und sind verunsichert, was Sie tun können?

Zunächst sollten Sie mit dem Tierbesitzer ein Gespräch suchen: Oft werden Tiere auch aus purer Unwissenheit nicht artgerecht gehalten. Mit einem vernünftigen Gespräch lässt sich dabei häufig eine Verhaltensänderung des Tierhalters und damit Verbesserung für die Tiere erzielen. So wissen z. B. viele Kaninchenhalter kaum etwas über die Bedürfnisse der Tiere - was unter anderem zu Einzelhaltung in viel zu engen Käfigen führt.

Gerade in Zoogeschäften, in denen die Tiere vielfach nur als „Ware“ betrachtet werden, sollten Sie folgende Gesprächsregeln beachten:

  • Nicht polemisieren, sondern klar und sachlich auf den Missstand hinweisen.
  • Laut und deutlich sprechen, anwesende Personen sollen das Gespräch mitbekommen, sie können später wertvolle Zeugen sein.
  • Nicht abwimmeln lassen! Das Tierschutzgesetz kennt mit den §§ 17 und 18 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Es geht also nicht „nur um Tiere“, sondern um eine klar definierte Gesetzesübertretung! § 11 regelt eindeutig die Bedingungen für Zoohändler, gut macht sich hier immer die Frage nach dem Vorhandensein des Sachkundenachweises.

Bringt ein Gespräch nichts, gibt es klare Zuständigkeiten:

    1. Der Amtsveterinär
    2. Die Polizei

Das hört sich nach Bürokratie an, ist aber genau so. Da Amtsveterinäre natürlich bestimmte Arbeitszeiten haben, ist meist der Gang zur Polizei der schnellere; hier wird je nach Fall eine Strafanzeige oder ein Bericht an eine andere Behörde aufgenommen.

Worauf sollten Sie achten?
Schildern Sie - wichtig! - knapp und sachlich alle Einzelheiten, die Sie bei Tier und Tierhalter oder Tierquäler beobachtet haben. Hier sind wirklich exakte Beschreibungen gefragt. Polemik, Wertungen und persönliche Ansichten sind fehl am Platz.

Besonders wichtig: Noteren Sie Datum, Uhrzeiten, Orte und Zeugen.

Anonyme Anzeigen haben keine Aussicht auf Erfolg, Zeugen sind gefragt. Falls möglich, sollten Sie auch andere Zeugen mit Adresse anführen.

Beweismittel sind wichtig und eine entscheidende Ergänzung zum schriftlichen Protokoll. Hier eignen sich natürlich sehr gut Fotos, die Sie zum Beispiel mit Ihrem Mobiltelefon leicht erstellen können. Die Beweismittel müssen sofort an Amtsveterinär oder Polizei weitergegeben werden.

Lassen Sie sich auf jeden Fall das Aktenzeichen geben, so dass Sie später nachfragen können. Ein Brief mit der Schilderung des Vorfalls, des Aktenzeichen und des aufnehmenden Beamten sollten Sie auch dem örtlichen Tierschutzverein zustellen.

Handeln Sie im Sinne der Tiere - vielen Dank für Ihr Engagement und Ihren Einsatz für eine bessere Haltung von Tieren!