Kaninchenschutz e.V.

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Februar 2020

Unsere Patenkaninchen: Hedda und Schnuff im Herzen


In Baden-Württemberg bei Astrid lebt Hedda zusammen mit ihrem Kumpel. Das war so gar nicht geplant. Nachdem ihre ersten gesundheitlichen Probleme beseitigt waren, sollte Hedda endlich auch andere Kaninchen kennenlernen. Die Rechnung wurde aber ohne Nora, die bereits in einer anderen Gruppe bei Astrid lebte, gemacht: Sie hielt absolut gar nichts von Hedda!

Also bekam Hedda in der ab diesem Zeitpunkt geteilten Wohnung von Astrid ein eigenes Reich, in dem Kaninchenherr Tomte ihr Gesellschaft leisten konnte.Etwas später hat Schnuff das Trio dann komplett gemacht – und es entstand eine absolut entspannte Gruppe von drei Kaninchen, die ihre Zeit am liebsten ganz gemütlich im Liegen verbringen.

Tomtes Krankheit hat die Zeit dieses besonderen Trios leider deutlich verkürzt. Doch auch zu zweit zeigten Hedda und Schnuff, dass die wichtigsten Dinge in ihrem Leben – natürlich neben Fressen – Schlafen und miteinander Kuscheln sind. So wurden auch gesundheitliche Tiefpunkte immer zusammen gemeistert, und die Damen stärkten sich gegenseitig, so dass es nach kurzer Zeit immer wieder aufwärts ging. Doch Hedda ist nicht nur sehr verschmust, sondern auch eine sehr aktive Kaninchendame. Da werden schon mal die Zähne eingesetzt, wenn ihr etwas nicht passt. Das kann zum Beispiel die Medikamentengabe sein, aber auch, wenn der Teppich anders drapiert werden soll oder ihr Gegenstände im Weg liegen. Das muss dann alles geändert werden - und das geschieht am effektivsten mit den Zähnen.

Im November 2019 zeigte Schnuff, dass ihr Kampf verloren war - es wurde Zeit für sie, zu gehen. So viele Kämpfe hatten die Kaninchen gekämpft und gewonnen - doch diesen letzten Kampf konnte Schnuff nicht mehr gewinnen. Hedda war bei ihr, bis zum Schluss. Zusätzliche Stütze gibt es von dem neuen Kumpel Loki, der auch jetzt noch für Hedda da ist. Und Hedda zeigt jeden Tag, dass sie weiter kämpfen wird, und die gemeinsame Zeit mit Loki, mit Kuscheln und mit Herumtoben, ganz einfach genießt. Moment für Moment.

Wiesenpflanzen - was wächst wann?


Das natürlichste und beste Futter für Kaninchen ist eine vielfältige Mischung aus frischen Gräsern, Wildkräutern und Blättern von Bäumen und Sträuchern. Die natürliche Nahrung ist nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr gesund. In frischem Zustand liefert sie unseren Kaninchen wichtige Nährstoffe und schützt sie vor Krankheiten.

Eine gute Pflanzenmischung besteht in etwa zur Hälfte aus Gräsern. Die Basis der anderen Hälfte bilden verschiedene, gut verträgliche Kräuter und Blätter, wie Löwenzahn, Klee, Luzerne, Schafgarbe, Weide, Wiesenbärenklau und Wegeriche. Auswahl und Abwechslung ist dabei wichtig. Je nach Jahreszeit finden Sie dabei auf den Wiesen ganz unterschiedliche Pflanzen: erste zarte Frühjahrskräuter, duftende Wildkräuter im Sommer, Pflanzen mit leuchtend bunten Farben im Herbst - und auch im Winter finden Sie auf schneefreien Wiesen jede Menge schmackhafte Pflanzen.

Für Anfänger bis hin zu erfahrenen Pflück-Experten bietet die Natur zu jeder Jahreszeit eine vielfältige Auswahl der gesunden Ernährung für Ihre Kaninchen. Im Ernährungsbereich unserer Homepge helfen wir Ihnen bei der Auswahl geeigneter Pflanzen und begleiten Sie dabei durch das ganze Jahr: Schauen Sie auf unseren Seiten, welche Pflanzen Sie in den einzelnen Monaten finden und pflücken können. Wir wünschen Ihnen beim Sammeln viel Spaß!

Wir haben Ihnen auf unserer Homepage - ein bestimmtes Kraut einseitig in großen Mengen anzubieten, empfiehlt sich schon aufgrund der verschiedenen Inhaltsstoffe nicht.

Unsere Pflanze im Februar: Zaubernuss


Die Zaubernuss (Hamamelis) ist ein ausgeprochener Winterblüher und verzaubert mit ihren wirklich mystisch wirkenden – je nach Sorte sehr bunten und wunderbar duftenden – Blüten schon seit jeher die Menschheit.

Das Erscheinungsbild der Hamamelis ist strauchartig mit kräftigen, sogenannten Gerüsttrieben, wobei sie eine Höhe von bis zu sechs Metern erreichen kann. Oftmals findet man den Strauch in Parks und Gärten als Ziergehölz, aber auch verwildert kommt die Zaubernuss vor.

Fast alle kultivierten Hamamelis-Arten sind Hybriden (Hamamelis x intermedia) zwischen verschiedenen Sorten. Die Art mit der größten Heilkraft hingegen ist die Virginische Zaubernuss (Hamamelis virginiana), die schon von Oktober bis Dezember in der Blüte steht, wohingegen die Zaubernuss-Hybriden häufig bis in den März hinein blühen. Die Virginische Zaubernuss stammt ursprünglich aus Nordamerika und unterscheidet sich noch in anderen Punkten von den Hybrid-Arten. So blüht sie im Winter eines Jahres und bildet ihre Früchte erst im darauffolgenden Jahr.

Ob die Zaubernuss durch diesen wie „Zauberei“ wirkenden Fakt ihren Namen bekam oder doch eher daher, dass die Ureinwohner Nordamerikas davon überzeugt waren, der „Great Spirit“ hätte ihnen die Pflanze als ausgesprochene Heil- und Zauberpflanze geschickt, wird sich wohl nicht abschließend klären lassen.

Die Inhaltsstoffe der Zaubernuss sind vor allem Gerbstoffe (etwa 3 - 8 %), Flavonoide sowie ätherische Öle.

Heilkundlich lassen sich vorwiegend die Blätter und die Rinde der Pflanze für folgende Erkrankungen nutzen:

  • Alle Arten von Wunden, Unterstützung der Wundheilung, auch bei infizierten Wunden
  • Entzündungen der Haut, Ekzeme, Furunkel und Abszesse
  • Hämorrhiden, Polypen des Enddarms, Darmvorfall

Quellen:
1. Das große GU Praxishandbuch Pflanzenschnitt, Hansjörg Haas, GU Verlag, 2012, S. 100
2. Welcher Baum ist das?, Meyer/Schwegler, Kosmos, 2014, S. 152
3. Heilpflanzen in der Kinderheilkunde, Bühring/Beiser/Girsch, Thieme Verlag, 2012, S. 283
4. Lehrbuch Phytotherapie, Fintelmann/Weiss, Thieme Verlag, 2009, S. 341

Impfungen - warum sie lebenswichtig sind


Der Kaninchenschutz e.V. spricht sich ausdrücklich in seinen Beratungen für die Impfung von Kaninchen aus – unabhängig davon, ob die Tiere in Innen- oder Außenhaltung leben. Es gibt drei Erkrankungen bei Kaninchen, denen Sie nur durch eine Impfung wirksam begegnen können: Myxomatose, RHDV-1 und RHDV-2.

Myxomatose ist eine durch das Pockenvirus ausgelöste tödliche Infektionskrankheit. Sie tritt überwiegend bei Wild- und Hauskaninchen auf, seltener bei Feldhasen. Überträger des Virus sind meist Stechmücken und andere Insekten (zum Beispiel Kaninchenfloh oder Fliegen). Aber auch über Futter, andere Tiere und Menschen, die mit dem Erreger in Berührung gekommen sind, können sich Ihre Kaninchen mit dem Virus infizieren. Das Infektionsrisiko ist, bedingt durch die Insekten, im Sommer am größten. Daher empfiehlt der Kaninchenschutz e.V. nicht nur Tiere, die in Außenhaltung leben, sondern auch Innenhaltungstiere alle sechs Monate zu impfen. Die Impfung wird meist problemlos vertragen, in seltenen Fällen erkranken die Tiere an einer Impfmyxomatose. Hier ist der Verlauf schwächer als bei einer „echten“ Myxomatose und die Tiere haben gute Überlebenschancen.

Die hochansteckende Viruserkrankung (Calicivirus) RHDV-1 (Rabbit Haemorrhagic Disease, "Chinaseuche") befällt ausschließlich Kaninchen und Hasen und weist eine hohe Infektions- und Sterberate auf. Übertragen wird sie durch direkten Kontakt mit einem erkrankten Tier oder aber auch durch Insekten. Auch andere Tiere oder Menschen, die Kontakt zu einem erkrankten Tier hatten, oder verseuchtes Futter oder Heu können die Krankheit übertragen. Wie bei der Myxomatose sind auch bei der RHDV-1 sowohl Innen- als auch Außenhaltungskaninchen gefährdet und müssen alle 12 Monate geimpft werden, da die Impfung der einzig wirklich wirksame Schutz vor RHDV-1 ist.

Bei RHDV-2 handelt es sich, wie auch bei der „klassischen“ Chinaseuche (RHDV-1), um eine hochansteckende, tödlich verlaufende Viruserkrankung, die durch einen Calicivirus verursacht wird. Dieses mutierte Virus trat erstmals 2010 in Frankreich auf und hat die herkömmliche Variante mittlerweile weitgehend verdrängt. In Deutschland wurde das Virus erstmals im Oktober 2013 in NRW nachgewiesen. 2016 hat es deutschlandweit seinen Höhepunkt erreicht. Die Übertragung erfolgt von Tier zu Tier, durch Insekten, Personen, Futter, Gegenstände und Tröpfcheninfektion über die Luft. Seit Januar 2017 ist der spanische RHDV-2-Impfstoff "ERAVAC" lieferbar, seit Ende April 2017 der französische Impfstoff "Filavac VHD K C+V". Die Impfstoffe können von jedem Tierarzt ohne Sondergenehmigung bei Hipra bzw. Ecuphar bestellt werden. Alle anderen erhältlichen RHDV-2-Impfstoffe enthalten KEINEN RHD2-Virenstamm, sondern nur den altbekannten RHD1-Stamm, und sind somit nicht speziell für RHDV-2 hergestellt worden. Den sichersten Schutz vor RHDV-2 bieten daher nur die ausländischen Impfstoffe.

Ausführliche Informationen über die einzelnen Symptome, die Inkubationszeit und Empfehlungen, was Sie als betroffener Tierhalter tun können und müssen, geben wir Ihnen in unserem Gesundheitsbereich auf unserer Homepage: www.kaninchenschutz.de/impfungen. Hier finden Sie auch viele wichtige Informationen über die Wirkungsweise von Impfungen, den Vergleich zwischen der aktiven und passiven Immunisierung und Hintergrundwissen über das Immunsystem unserer Kaninchen: Impfungen - Schutz gegen Infektionskrankheiten.

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