Kaninchenschutz e.V.

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Januar 2020

Kalender 2020 online


Herzlich willkommen!

Unser Kalender 2020 ist online - jeden Monat stellen wir Ihnen auf unseren Kalenderseiten Themen und Wissenswertes für Ihre Kaninchen in der jeweiligen Jahreszeit vor. Wir geben Ihnen Tipps zur Gesundheit und zur Fütterung, stellen Ihnen einige jahreszeitlich typische Pflanzen vor und berichten ausführlich, was unsere Patenkaninchen in ihren Pflegestellen erleben.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf unseren Kalender-Seiten!

Unsere Patenkaninchen: Oskar, Maggy, Tobi - und Trudi in Erinnerung


Kaninchendame Maggy ...

... macht mir ihrem wuscheligen Fell ihrem Spitznamen „Plüschfuß“ alle Ehre. Doch das meiste Fell ist nicht am Fuß zu finden, sondern im Gesicht. Und genau damit ist die neugierige Maggy den ganzen Tag im Gehege – idealerweise im Gartenauslauf – unterwegs.

Wenn man sie am Abend anschaut, sieht man, wo sie überall unterwegs war: Heuhalme, Späne, Erde, Grashalme ... - alles, was Maggy so unter die Nase kommt, sammelt sich in ihrem plüschigen Fell an. Aber als elegante Kaninchendame weiß sie: Ein bisschen Schmuck hat noch niemandem geschadet!

=> Patenkaninchen Maggy

Auch Oskar ...

verbringt viel Zeit im Stall und ist ein eher ruhigerer Vertreter. Schon nach wenigen Tagen in seiner ersten Pflegestelle erhielt er den Kosenamen „Bärchen“ - und Bären sind ja bekanntlich auch eher genügsame Vertreter.

Ruhe kommt auch seiner Lunge zu Gute, die leider nicht immer so will, wie Oskar es sich wünscht. Doch er lässt sich von einer schniefenden Nase oder leichten Geräuschen in der Lunge nicht beirren, hoppelt herum und kuschelt ganz viel mit seinen Freunden. Denn Liebe heilt mindestens genau so gut wie jedes bekannte Medikament!

=> Patenkaninchen Oskar


Der Dritte im Bunde ist Tobi.

Tobi hasst die Tage, an denen er zusammen mit Maggy auf Reisen muss. Denn diese „Reisen“, für die Susanne die beiden Kaninchen in eine Transportbox setzt, enden nicht etwa in einem tollen Urlaubsparadies, sondern beim Zahn-Tierarzt. Und wer geht da schon gerne hin? Zum Glück ist Tobi schon ein richtiger Profi und weiß, dass dieser Besuch schnell vorbei geht. Zurück im Gehege wird dann erst einmal eine Runde durch den Garten gedreht und dem Zweibeiner deutlich gezeigt: Das hat keinen Spaß gemacht!

Aber beim nächsten Besuch mit Leckerlis in der Hand vergibt Tobi auch schnell wieder, macht sich über das Futter her und zeigt, dass der Besuch beim Tierarzt sich gelohnt hat: Jetzt, wenn die Zähne wieder gerade sind, frisst es sich doch viel besser. Vor allem, wenn man gleich drei Patenkaninchen-Freunde neben sich sitzen hat, die das Leid mit einem teilen!

=> Patenkaninchen Tobi


Kaninchen-Oma Trudi ...

... war bis zum Sommer 2019 ebenfalls Mitglied in dieser besonderen Kaninchen-Truppe. Wuschelig wie Maggy, ruhig und entspannt wie Oskar, die Sonnenstrahlen genießend wie Tobi: Sie war ein ganz besonderer Teil der Gruppe und schon lange vor den anderen ein „Pflegefellchen“ des Kaninchenschutzes geworden. Trotz vieler gesundheitlicher Probleme hat Trudi gezeigt, wie man ein langes, zufriedenes Kaninchenleben führt, bevor sie im August 2019 über die Regenbogenbrücke gehoppelt ist. Ihre Freunde hier unten – Langohren und Zweibeiner – werden die liebevolle Kaninchendame nicht vergessen.

=> Patenkaninchen Trudi
=> Trauerfellchen Trudi

Unsere Pflanze im Januar: Gundermann


Gundermann (Glechoma hederacea) finden Sie schon früh im Jahr auf frostfreien Wiesen, an Waldrändern und in Ufernähe von Seen und Flüssen.

Der Gundermann ist eine mehrjährige Kräuterpflanze mit saftig grünen Blättern in Herz- bzw. Nierenform, die sich jeweils gegenständig gegenüberstehen. Die runden Stängel kriechen am Boden und bilden zahlreiche Knoten, an denen sich neue Ausläufer bilden. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen bis zu 30 cm.

Durch seine relativ anspruchslose Lebensweise breitet sich der Gundermann leicht über große Flächen aus - aber er ist bei weitem kein „Unkraut“: Gundermann verfügt über einen hohen Gehalt an Vitamin C, ist damit also auch im Winter ein echtes Powerkraut. Darüber hinaus enthält er Inhaltsstoffe, die unter anderem bei Blasen- und Nierenbeschwerden und Abszessen lindernd helfen können.

Gundermann wird seit Jahrhunderten als Arzneipflanze genutzt und ist eines der am häufigsten zu findenden Wildkräuter in Mitteleuropa. Er enthält zahlreiche nützliche Wirkstoffe. Besonders die Blätter und Blüten enthalten ätherische Öle, Flavonglykoside, Bitterstoffe sowie in geringen Mengen Tropanalkaloide. In ihrer Gesamtheit besitzen die Pflanzen damit entzündungshemmende, krampflösende, schleimlösende, antibakterielle und antioxidatische Eigenschaften.

In der Pflanzen-Heilkunde werden vor allem die Gundermannblätter und das Kraut der Pflanze verwendet. Sie können bei folgenden Erkrankungen unterstützen:

  • Husten und Bronchialerkrankungen, Schnupfen
  • Entzündungen im Mäulchen und Rachen
  • Magen- und Darmbeschwerden sowie Durchfall
  • Entzündungen der Haut, Ekzeme, Furunkel und Abszesse
  • Blasen- und Nierenerkrankungen

Weitere Wiesenpflanzen im Januar


Im Januar können Sie auf schneefreien Wiesen und in Hecken folgende Pflanzen finden:

      1:     Acker-Hornkraut (Cerastium arvense)
      2:     Brennnesseln (Urtica)
      3:     Brombeeren (Rubus sectio Rubus)

      4:     Brunnenkresse (Nasturtium officinale)
      5:     Echter Nelkenwurz (Geum urbanum)
      6:     Gewöhnliche Goldnessel (Lamium galeobdolon)

      7:     Gewöhnliche Vogelmiere (Stellaria media)
      8:     Gundermann (Glechoma hederacea)
      9:     Sauerampfer (Rumex acetosa)

    10:     Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)
    11:     Waldsauerklee (Oxalis acetosella)
    12:     Wiesenlabkraut (Galium mollugo)

Gesundsheitstipp: Gesund durch die Winterkälte


Die meisten Kaninchen lieben die Winterkälte und fühlen sich auch bei eisigen Temperaturen und tiefem Schnee sichtbar wohl. Ihr dichtes Winterfell schützt sie vor den kalten Temperaturen. Eine ganz wichtige Voraussetzung für glückliche und gesunde Tiere im Winter ist jedoch, dass die Kaninchen viel Platz zum Laufen und Hoppeln haben: mindestens 4 Quadratmeter sollten 2 Tieren dauerhaft zur Verfügung stehen. Genauso wichtig wie viel Platz ist mindestens ein (besser mehrere) Partnerkaninchen, so dass die Tiere sich bei kalten Minustemperaturen eng zusammenkuscheln und gegenseitig wärmen können.

Wichtig:
Kaninchen, die im Winter in Außenhaltung leben, dürfen nicht zwischendurch „zum Aufwärmen“ in die warme Wohnung geholt werden. Ihr Immunsystem kann mit den extrem wechselnden Temperaturen zwischen tiefen Minusgraden und einer behaglichen Wohnungstemperatur nicht zurechtkommen – eine Erkältung oder schwerere Erkrankungen könnten die Folge sein. Lassen Sie Außenkaninchen daher bitte in ihrem Außengehege und sehen Sie im Winter den Tieren draußen beim Hoppeln, Spielen oder Kuscheln zu.

Die Futterversorgung im Winter

Außenkaninchen benötigen im Winter ausreichend energiereiche Nahrung. Bei kalten Temperaturen sollten Frischfutter und Gemüse in kleinen Portionen gegeben und mehrmals am Tag ausgetauscht werden, so dass das Futter nicht gefrieren kann und die Tiere immer frisches Futter zur Verfügung haben. Gefrorene Futterreste müssen unbedingt aus dem Gehege entfernt werden. Energiereiche Winter-Gemüsesorten sind Knollengemüse, zum Beispiel Knollensellerie, Kohlrabi, Karotten, Pastinake, Steckrüben.

Heu sollte natürlich immer in großen Mengen vorhanden sein, ebenso gerne mögen die Kaninchen Stroh sowohl zum Fressen als auch zum Warmhalten. Zum Knabbern freuen sich die Tiere über frische Äste, zum Beispiel Haselnuss, Birke, Apfel, Birne oder Weide.

Damit das Wasser nicht einfriert ...

... sollten Sie es möglichst in kurzen Abständen – abhängig natürlich von den Temperaturen – austauschen. Die Tiere müssen auch im Winter jederzeit frisches Wasser zum Trinken zur Verfügung haben, das Einfrieren des Wassers muss daher unbedingt vermieden werden.

Haben Sie keine Gelegenheit, den Wassernapf der Tiere häufig neu zu füllen, gibt es einige Möglichkeiten, um ein Einfrieren des Wasser hinauszuzögern: Sie können einen kleinen Tischtennisball in den Trinknapf legen, so dass das Wasser durch dessen permanente Bewegung weniger schnell einfriert. Unter den Trinknapf können Sie ein Mikrowellen-Heizkissen (Snuggle-Safe) legen, so dass der Trinknapf von unten über einige Zeit gewärmt wird.

Bitte vermeiden Sie grundsätzlich, den Kaninchen das Trinkwasser in Nippeltränken anzubieten – erst recht im Winter. Die empfindlichen Kaninchenzungen können an dem eiskalten Metall hängenbleiben, die Kugel im Gefäß kann festfrieren und das Trinken verhindern, und die Tiere müssen generell in einer sehr unnatürlichen Kopfhaltung trinken. Bitte nutzen Sie daher immer einen sicher auf dem Boden stehenden, ausreichend schweren (so dass er im Gehege nicht umkippen kann) Wassernapf für Ihre Kaninchen.

Schnee im Gehege

An die Außenhaltung gewöhnte, gesunde Kaninchen genießen den frischen, weichen Schnee sehr. Sie toben darin herum, buddeln sich glücklich durch den tiefen Pulveschnee, probieren mal ein Mäulchen voll und sind häufig voller Begeisterung und Lebensfreude über das ungewohnte Gefühl unter ihren Pfötchen. Achten Sie bitte bei langhaarigen Rassen darauf, dass das Fell der Kaninchen im Schnee nicht zu nass wird. Langhaarige Kaninchen besitzen häufig keine oder nur sehr wenig Unterwolle in ihrem Fell und sind daher vor der Kälte im Schnee nicht ausreichend geschützt. Zudem kann Nässe bis an ihre Haut durchdringen, so dass sich die Tiere leicht erkälten können.

Unbedingt erforderlich: Ein gemütliches Schutzhäuschen

Kaninchen in Außenhaltung benötigen im Winter unbedingt ein sicheres, mit dickem Heu und Stroh gemütlich ausgestattetes Schutzhäuschen. Die Tiere kuscheln sich zusammen in das dichte Stroh und sind damit bei kalten Temperaturen gut geschützt. Achten Sie bitte unbedingt darauf, nasse Streu sofort auszutauschen und durch frisches Heu oder Stroh zu ersetzen.

Wir wünschen Ihren Kaninchen einen glücklichen Winter und viel Spaß beim Toben im Schnee!

Januar 2020 Kalendarium