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Juni 2020

Unsere Patenkaninchen: Peer Mücke und Kläuschen


Peer Mücke

Peer Mücke ist teil der „Jungen Wilden“, wie Pflegestelle Claudia die Kaninchengruppe, in der Peer lebt, nennt. Und diese beiden Bezeichnungen passen wirklich wunderbar zu Peer.

Schon nach wenigen Tagen in seiner Pflegestelle, als er das aller erste Mal Wiese unter den Füßen spüren und darauf Haken schlagen durfte, hat Peer gezeigt, dass das genau der richtige Ort für ihn ist. Und daran hat sich bis heute nichts geändert: Sobald der Wiesenauslauf eröffnet wird, düst er los, um die Zeit im Grünen möglichst lange zu genießen.

Während er so über die Wiese hoppelt und immer dann, wenn er besonders leckere Kräuter findet, Halt macht, merkt man ihm eines überhaupt nicht an: Dass ihm schon vor einiger Zeit die unteren Schneidezähne gezogen wurden. Sicherlich, ohne diese Zähne ist das mit dem Wiese fressen gar nicht so einfach. Aber das ist Peer egal. Er versucht es trotzdem und zeigt dabei: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Zusammen mit seinen Kaninchen-Freunden könnte Peer den ganzen Tag hier verbringen, auf der Wiese, in der Sonne. Zum Glück wartet im Gehege, wenn sie wieder rein müssen, schon ein großer Berg frisch gepflückte Wiese auf sie, das Schlemmen kann also direkt weitergehen. Obwohl die Langohren sich auch einig sind, dass Wiese alleine nicht reicht. Wenn sie schon nicht mehr durch den Garten toben können, braucht es zum Trost zumindest ein paar Cranberries als Wiedergutmachung.

Dann hält auch Peer die Zeit, bis er endlich wieder – jung und wild – durch den Garten toben kann, gut aus.





Kläuschen

Kläuschen sitzt zusammen mit seinen langohrigen Freunden an der Tür des Geheges. Die Gehegetür steht offen – und Pflegestelle Claudia schaut erwartungsvoll. Die Kaninchen hatten schon eine ganze Weile hier gesessen, offensichtlich darauf wartend, dass sie endlich aus dem Gehege herausstürmen und die Wohnung bevölkern können.

In der Regel stürmen die Kaninchen, wenn die Tür endlich geöffnet wird, gleich los, um die Wohnung zu bevölkern. Wobei Kläuschen seinen Freunden den Vortritt lässt und über jeden Schritt kurz nachzudenken scheint. Er ist ein vorsichtiger Typ, der nicht sofort losstürmt, sondern erst einmal prüft, was ihn überhaupt erwartet.

Mehr Neugier kommt bei Kläuschen dann zum Vorschein, wenn es in den Garten geht. Er genießt es, zwischen Blumen, Kräutern und Gräsern Haken zu schlagen und zwischendurch immer mal etwas zu knabbern. Hier im Garten kann man das Leben als Kaninchen einfach so richtig genießen!

Jetzt aber sitzt Kläusschen noch in seinem Gehege und bewegt sich nicht. Denn neben dem Auslauf durch die Wohnung hatten er sich noch mehr von Claudia erhofft. Cranberries zum Beispiel. Diese kleine Beeren sind etwas, was er für sein Leben gern nascht. Und es gibt sie – zumindest zeigt seine Reaktion das – einfach viel zu selten!

Für Cranberries kommt sogar Kläusschen dicht an die menschliche Hand heran. Meistens schickt er seine Kumpels aber vor und nutzt ihre Körper, um sich dahinter zu verstecken. Denn die Menschen sind ja schließlich diejenigen, die auch die blöde Abszesshöhle behandeln und einen dafür festhalten müssen. Und das ist etwas, auf das man getrost verzichten könnte. Im Gegensatz zu den Cranberries, auf die man niemals verzichten sollte!

Unsere Pflanze im Monat Juni: Seifenkraut


Das Seifenkraut (Saponaria officinalis) zählt zur Familie der Nelkengewächse. Mit seinen hübschen blass- bis kräftig rosafarbenen Blüten ziert es gerne Naturgärten. Die Blüten erscheinen im Juni und erfreuen uns bis in den Oktober hinein. Daher ist das Seifenkraut auch eine wertvolle Insektenfutterpflanze. Besonders Schmetterlinge und Nachtfalter fühlen sich von ihr angezogen.

Die Blätter des Seifenkrauts sind breit lanzettlich geformt und sitzen kreuzgegenständig am Stengel. Die ganze Pflanze wird etwa 30 bis 80 cm hoch und ist wild am ehesten auf Stein-, Sand- oder Kiesböden anzutreffen. Es bevorzugt einen frischen Boden und kommt zum Beispiel an Flussufern und in Auen-Landschaften vor.

Das Seifenkraut wird heutzutage kaum noch als Heilpflanze gebraucht, obwohl es einige positive Eigenschaften aufweisen kann.

Bei der Einnahme bzw. Verfütterung von größeren Mengen kann es allerdings zu Übelkeit und anderen Magen-Darm-Beschwerden kommen. Daher ist das Seifenkraut keine Pflanze, die täglich auf dem Speiseplan unserer Kaninchen stehen sollte.

Für den menschlichen Gebrauch ist es tatsächlich möglich, mit dem Seifenkraut zu waschen.

Die Inhaltsstoffe des Seifenkrauts – allen voran die Saponine – haben sekretolytische Eigenschaften, können also besonders bei Atemwegserkrankungen mit zählflüssigem Schleim lindernd sein.

Weiterhin kann die Pflanze folgende Wirkungen haben:

  • harntreibend, hilfreich zum Beispiel bei Blasenentzündungen
  • fungizid, also pilzhemmend
  • verdauungs- und stoffwechselanregend bis abführend

Sommer - Hitzegefahr für Kaninchen


Kaninchen sind sehr wärmeempfindliche Tiere und leiden vor allem an heißen Sommertagen unter der Hitze. Statt fröhlich herumzuflitzen und Haken zu schlagen, liegen sie dann häufig schlapp und erschöpft an einem möglichst kühlen Plätzchen.

Als Tierbesitzer sollten Sie vor allem an heißen Tagen sorgfältig beobachten, dass es Ihrem Tier gut geht.

Die idealen Wohlfühltemperaturen für Kaninchen liegen bei ungefähr 14 bis 18 Grad. Ab Temperaturen von 25 Grad fühlen sich Kaninchen unwohl, bei über 30 Grad müssen sie zwingend eine Möglichkeit zur Kühlung erhalten. Kaninchen sind sehr kreislaufinstabile Tiere und können bei heißen Temperaturen leicht einen Hitzschlag erleiden. Sorgen Sie deshalb unbedingt dafür, dass Ihre Tiere an heißen Tagen ein kühles Rückzugsplätzchen haben und das Kaninchengehege an einem schattigen Ort aufgestellt ist.

Wohnungsgehege

In Wohnungshaltung - vor allem in Dachgeschosswohnungen oder auf der Südseite gelegenen Zimmern - können Kaninchen im Sommer ebenfalls großer Hitze ausgesetzt sein. Achten Sie daher darauf, Rollläden oder Gardinen im Sommer auch tagsüber zugezogen zu lassen, um Ihre Tiere in Innenhaltung vor der starken Wärmeentwicklung zu schützen. Lüften Sie das Kaninchenzimmer am besten jeweils in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Wird das Zimmer der Tiere im Sommer zu warm, sollten Sie einen Ausweichplatz für die größten Hitzetage zum Beispiel im Badezimmer mit kühlem Fliesenboden überlegen. Ideal ist natürlich die Installation eines Klimagerätes, das den Kaninchenbereich immer angenehm kühl hält.

Ventilatoren sind in den meisten Fällen ungeeignet, da die Kaninchen hier einer zu großen Zugluft ausgesetzt sind. Falls Sie einen Ventilator benutzen, denken Sie daran, alle Kabel unbedingt vor Ihren Tieren so zu sichern, dass die Kaninchen sie auf keinen Fall erreichen können!

Bekommen Ihre Tiere täglich einige Stunden Auslauf im Garten, achten Sie darauf, dass die Kaninchen immer ausreichend Schattenplätze zur Verfügung haben oder verlegen Sie den Auslauf an den Sommertagen in die kühleren Morgen- oder Abendstunden.

Kaninchen in Außenhaltung

Leben Ihre Kaninchen ganzjährig oder in den Sommermonaten im Garten oder auf dem Balkon, müssen sie an heißen Sommertagen unbedingt kühle Schattenplätze als Rückzugsmöglichkeit haben. Das Gehege und Schutzhäuschen der Tiere darf auf keinen Fall in der prallen Sonne aufgestellt werden und muss mindestens immer einen angrenzenden schattigen Auslauf besitzen, den die Tiere jederzeit nutzen können. Schutzhütten können in der Sommerhitze enorm aufheizen, so dass Ihre Kaninchen immer die Möglichkeit haben müssen, einen heißen Platz verlassen zu können. Achten Sie bitte auch darauf, dass Schutzhäuschen im Sommer immer gut belüftet sind, damit sich die Wärme unter dem Dach nicht so stauen kann.

Achten Sie bite unbedingt darauf, dass Ihre Kaninchen sich während der heißen Tage nicht in der prallen Sonne aufhalten!

Etwas Abkühlung können Sie Ihren Tieren schaffen, indem Sie den Boden oder Rasen im Kaninchenbereich in den kühlen Morgenstunden mit dem Gartenschlauch befeuchten. Bitte achten Sie dabei nur unbedingt darauf, dass das Gehege der Tiere nicht nass bleibt! Auch kühle Buddelkisten oder Bereiche mit Erde, in die sich die Kaninchen einbuddeln können, verschaffen den Tieren eine Möglichkeit der Abkühlung und können mit Wasser angefeuchtet werden. Wenn Sie in Ihrem Außengehege einen großen Baum besitzen, der den Tieren Schatten spenden kann, beachten Sie bitte, dass die Sonne wandert und die Kaninchen zu jeder Zeit schattige Plätze zur Verfügung haben müssen.

Damit es den Kaninchen an heißen Tagen gut geht


Was können Sie als Besitzer tun, damit es Ihren Kaninchen auch an heißen Tagen gut geht?

Als Besitzer können Sie Ihren Kaninchen verschiedene Möglichkeiten der Abkühlung bieten:

  • Laub-Zelt ("Tipi"):
    Frische Zweige mit zahlreichen Blättern können Sie im Kaninchengehege zu einem "Laub-Tipi" zusammenstellen und Ihren Tieren damit einen gemütlichen und schattigen Unterschlupf bieten, in den sie sich zum Schutz vor der Hitze und Sonne zurückziehen können. Solche selbstgebauten Unterschlüpfe sehen nicht nur toll aus - Ihre Tiere werden die Zweige und Blätter auch gerne annagen und fressen. Achtung: Achten Sie bitte unbedingt darauf, nur ungiftige Pflanzen zu verwenden!
  • Tunnel im Gehege:
    Ein selbstangelegtes Tunnelsystem schafft Ihren Kaninchen neben kühlem Schatten auch jede Menge Spaß. Im Außengehege können Sie Ihren Tieren daher einen großen Bereich mit natürlicher Erde oder Sand bieten - im Innengehege können Sie mit ausreichend großen Plastikrohren einen Ersatztunnel schaffen, in den sich die Tiere zurückziehen können.
  • Kühler Fußboden:
    Fußbodenfliesen, Ton- oder Steinplatten können den Tieren ebenfalls Abkühlung verschaffen. An heißen Tagen werden sie sich gerne auf die kühlen Steine legen und entspannen. Zu Tunneln zusammengestellte Pflanzsteine bieten den Tieren gleichzeitig eine angenehm kühle Höhle, in die sie sich in der großen Hitze zurückziehen können. Ton- und Steingegenstände können Sie zusätzlich mit kaltem Wasser befeuchten, so dass sie den Tieren für längere Zeit eine angenehm kühle Umgebung bieten.
  • Gefrorene Flaschen:
    Eine oder mehrere mit Wasser gefüllte und im Tiefkühlschrank zu Eis gefrorene Plastikflaschen können Sie mit Tüchern umwickeln und in das Kaninchengehege legen. Die Tiere können dann selbst den für sie angenehmsten Platz suchen.
  • Feuchte Tücher:
    Über Einrichtungsgegenstände im Gehege, Häuschen oder Unterschlüpfe gelegte feuchte Laken oder Handtücher können Ihren Kaninchen ebenfalls eine schöne kühle Atmosphäre schaffen.
  • Fellpflege:
    Haben Sie langhaarige Kaninchen, kürzen Sie deren Fell bitte in den heißen Monaten etwas, so dass sich die Tiere wesentlich wohler fühlen. Kontrollieren Sie Ihre Tiere in den warmen Sommermonaten bitte auch täglich auf Verschmutzungen, in denen sich bei warmem Wetter schnell Fliegenmaden ausbreiten können - achten Sie bitte immer auf Hygiene und Sauberkeit im Kaninchenbereich und bei Ihrem Tier !


Wasser und Futter

Trinkwasser muss Ihren Kaninchen natürlich zu jeder Zeit im Gehege zur Verfügung stehen. Füllen Sie im Sommer den Wassernapf Ihrer Tiere täglich mehrmals neu mit frischem Wasser.

Pflücken Sie Wiesenfutter für Ihre Tiere am besten in den Morgen- oder Abendstunden oder von schattigen Wiesen und achten Sie darauf, die Wiese schön locker und an schattigen Futterplätzen zu verteilen.

In der prallen Sonne kann im Haufen zusammengelegtes Wiesenfutter schnell zu gären beginnen, was zu gefährlichen Erkrankungen Ihrer Tiere führen kann. Füttern Sie Gemüse, geben Sie den Tieren an heißen Tagen verstärkt Salate und Kräuter und achten Sie auch bei Gemüse darauf, welke Blätter zu entfernen und immer frisches Futter anzubieten. Bitte vermeiden Sie jedoch auf jeden Fall eine zu schnelle Ernährungsumstellung und gewöhnen Sie Ihre Tiere immer langsam an neues Futter.

Keine Transporte an heißen Tagen

Bitte vermeiden Sie Fahrten für Ihre Tiere an heißen Tagen oder in den heißen Mittagsstunden. Die Kaninchen sind in der Transportbox im Auto der Wärme meist viel stärker ausgesetzt als ihre Menschen. Gerade kranke Tiere sind ohnehin schon sehr geschwächt und können die zusätzliche Kreislaufbelastung bei großer Wärme nur sehr schlecht verkraften. Lassen sich dringende Fahrten mit den Tieren im Sommer nicht vermeiden, nutzen Sie bitte die Klimaanlage im Auto für eine möglichst angenehme Temperatur für Ihre Tiere.

Wenn es dem Kaninchen nicht gut geht ...


Helfen Sie umgehend, wenn es Ihrem Kaninchen nicht gut geht!

Vorgehen bei Hitzschlag und Kreislaufschwäche

Sollte Ihr Kaninchen an einem heißen Sommertag trotz aller Bemühungen eine Kreislaufschwäche oder einen Hitzschlag erleiden, handeln Sie bitte schnell:

  • Bringen Sie Ihr Kaninchen bitte sofort an einen kühlen Ort in Haus oder Wohnung
  • Wickeln Sie das Kaninchen sofort in kühle feuchte Handtücher ein (wichtig: niemals eiskalt -> Schockgefahr!)
  • Bringen Sie Ihr Kaninchen bitte sofort zu einem Tierarzt oder in eine Tierklinik zur weiteren Versorgung!
  • Ein Hitzschlag ist immer ein Notfall - er kann für Ihr Kaninchen lebensgefährlich sein und muss umgehend versorgt werden!

    Wir wünschen Ihnen, dass alle Ihre Tiere die heißen Sommertage gesund und unbeschwert genießen können!

Juni 2020 Kalendarium