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März 2020

Unsere Patenkaninchen: Schlappi & Mailo


Ein Widderkaninchen, das auf den Namen Schlappi hört? Ja, es gibt sicher ausgefallenere Namen. Aber entgegen seinem Namen ist Schlappi ein ganz besonderes Kaninchen.

Den Beweis dafür bringt der junge Kaninchenherr jeden Tag schon dann, wenn das erste Futter serviert wird – denn er frisst fleißig, auch größere Blätter. Und was für die meisten Kaninchen völlig normal ist, ist für Schlappi eine besondere Leistung, denn viele Zähne sind in seinem Mäulchen nach der Operation nicht mehr übrig geblieben. Aber das ist Schlappi egal. Wenn Silke ihm Futter bringt, fängt er begeistert an zu fressen.

Mit dabei ist auch immer seine Freundin Fiene, in die Schlappi sehr verliebt ist. Mit einer lieben Kaninchendame wird gerne auch das Futter geteilt. Und das ganze Gehege. Und natürlich der Gartenauslauf, in dem Schlappi sich im Sommer am liebsten auch den ganzen Tag aufhalten würde. Denn hier gibt es so viel zu entdecken und man kann im weichen Gras herumhoppeln.

Fiene und Silke sind aber nicht die einzigen Frauen in Schlappis Leben. Es gibt da auch noch die Tierärztin und ihr Team, die Schlappi sehr regelmäßig besuchen muss. Auch hier zeigt er, dass er etwas Besonderes ist, denn egal womit sie ihn ärgern (und ihm damit helfen wollen, aber das lassen sich Kaninchen im Behandlungszimmer ja selten sagen): Er hält brav still und wartet ab, bis es vorbei ist. Um dann zu Hause schnell wieder zu seinem Futternapf und natürlich zu seiner Fiene zu hoppeln. Denn hier, in seiner vertrauten Umgebung, ist es eben einfach am schönsten!


Und dann gibt es bei Silke noch Mailo.

Schlappi kennt ihn nicht persönlich, aber doch sind die beiden ganz nah beieinander. Auch Mailo ist ein Kaninchen, das eine Tapferkeitsauszeichnung verdient hätte: denn auch seine Zähne machen nicht das, was sie eigentlich machen sollten.

Aber Mailo nimmt das gelassen und beginnt nach jedem Zahnarztbesuch sehr schnell wieder zu fressen. Das klappt nicht immer so gut, und manchmal werden auch Futterreste im Maul gehortet – vielleicht für schlechte Zeiten, wer weiß das schon so genau ... – aber Mailo zeigt Lebenslust und Kämpferwillen, jeden Tag wieder.

Wenn man Mailo anschaut, hat man immer das Gefühl, ein verschmitztes Lächeln zu sehen. Vielleicht liegt es an den Zähnen und an den vielen Problemen im Kieferbereich, die er zu bewältigen hat. Aber vielleicht ist er auch einfach eine Frohnatur, ein kleiner Frechdachs, immer ein Lächeln auf den Lippen.

Und wer nach fünf Jahren in einem Käfig plötzlich Platz hat zum Toben, Häuser zum Verstecken, ein Langohr an der Seite – wer würde da nicht lächeln? So ist Mailos Alltag zwar noch immer von Krankheit geprägt - aber vor allem auch von Lebensfreude.

Unsere Pflanze im Monat März: Gänseblümchen


Das Gänseblümchen (Bellis perennis) gehört zu den Korbblütengewächsen und wächst praktisch überall: In Gärten, an Wiesenrändern, auf Weiden und in Parks. Es ist vor allem auf nährstoffreichem Boden sehr verbreitet und blüht von Januar bis November. Die kleinen Blütenköpfchen des Gänseblümchens schließen sich in der Nacht und bei Regen. Während des Tages folgen die Blüten dem Lauf der Sonne.

"Ewig schön" ist die deutsche Übersetzung des lateinischen Namens des Gänseblümchens. Und das ist es tatsächlich! Unermüdlich bringt das Gänseblümchen fast das ganze Jahr hindurch neue Blüten hervor.

Das Gänseblümchen ist eine sogenannte Speicherpflanze - das heißt, sie überlebt im Winter im Schnee. Typisch für das Gänseblümchen sind der blattlose Stängel und das strahlend gelbe Blütenkörbchen, das von weißen und rosafarbenen Blütenblättern umringt ist. Die Blätter wachsen sehr bodennah.

Früher war das Gänseblümchen auf dem Gänse-Anger zu finden, weil die Gänse das Gras kurz hielten und weil die Pflanze auf dem Anger - wie auch die Gänse - auf einem Bein steht. Daher kommt auch der Name des zarten Pflänzchens. Das Gänseblümchen ähnelt der Margerite und ist wie diese eine Orakelblume: Die Randblüten werden gezupft und abgezählt.

Gänseblümchen sind beliebte und problemlose Futtermittel, die von Kaninchen immer gern gefressen werden. Sie sind reich an Vitamin C, Magnesium, Eisen und anderen wertvollen Inhaltsstoffen - und eignen sich damit hervorragend als Ergänzung im Speiseplan nicht nur für unsere Kaninchen, sondern auch für herzhafte und süße Rezepte für Menschen.

Gänseblümchen besitzen entzündungshemmende, antivirale, stoffwechselanregende und schleimlösende Eigenschaften. Sie werden unterstützend angewandt bei folgenden Beschwerden:

  • allgemeiner Wundheilung
  • Arthrose und rheumatischen Beschwerden
  • Erkältungen
  • unterstützend bei Scheinträchtigkeiten.

Wiesenpflanzen im März


Schnee und Eis sind nun in der Regel vorbei - mit den wärmenden Sonnenstrahlen im März kommt der Frühling! Immer mehr blühende und zunehmend buntere Pflanzen sind in der Natur zu finden:

      1:     Bärlauch (Allium ursinum)
      2:     Duftveilchen (Viola odorata)
      3:     Forsythie (Forsythia suspensa)

      4:     Gänseblümchen (Bellis perennis)
      5:     Gänsefingerkraut (Argentina anserina)
      6:     Gartenstiefmütterchen (Viola wittrockiana)

      7:     Gewöhnliches Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris)
      8:     Ginkgo (Ginkgo biloba)
      9:     Huflattich (Tussilago farfara)

    10:     Salweide (Salix caprea)
    11:     Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
    12:     Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Gesundheitstipp: Erste Wiese im Frühjahr


Es ist wieder soweit: Die Tage werden länger und wärmer, die Wiesen langsam wieder grün – der Frühling ist endlich da!

Auch für unsere Kaninchen ist das eine sehr spannende Jahreszeit. Nach der Winterphase werden sie jetzt wieder aktiver und erkunden voller Tatendrang ihre Umgebung nach frischen Pflanzen.

Kaninchen lieben eine grüne Wiese mit ihren Kräutern zum Knabbern, Ausruhen und Herumtoben – und wir genießen gerne den Anblick der fröhlich im Grünen spielenden Kaninchen.

Dabei ist eine abwechslungsreiche Vielfalt aus frischer Wiese mit Gräsern und Wildkräutern die natürlichste Ernährung für Kaninchen. Eine solche Auswahl liefert viele wertvolle Nährstoffe und ist gleichzeitig schmackhaft und sehr gesund.

Dennoch ist die Wiese im Frühjahr nicht ohne Gefahren für die Tiere: Kennen die Kaninchen im Winter keine Wiesenfütterung, dürfen sie auf keinen Fall plötzlich ins Gras gesetzt und damit einem uneingeschränkten Wiesenangebot ausgesetzt werden. Auch in Innenhaltung muss jede Wiese langsam angefüttert werden.

Die junge Wiese kann bei Kaninchen, die diese Fütterung nicht regelmäßig gewohnt sind, zu sehr schweren Verdauungsstörungen mit lebensgefährlichen Aufgasungen oder Magenüberladungen führen. Achten Sie daher bitte auf frühzeitige Anzeichen von Appetitlosigkeit oder einem schlechten Allgemeinzustand Ihrer Tiere und suchen Sie unbedingt sofort einen Tierarzt auf, wenn die Tiere ihr sonst gewohntes Futter (oder Leckerchen) plötzlich verweigern. Aufgasungen können bei jeder Futterumstellung schnell entstehen und müssen umgehend tierärztlich versorgt werden.

Damit Ihre Tiere von Beginn an Freude an der Wiesenfütterung haben, bieten Sie frische Wiese zu Beginn bitte immer sehr langsam und vorsichtig an und geben Sie Ihren Tieren zunächst nur sehr geringe Mengen: Fangen Sie mit etwa einer Hand voll Wiese pro Tag an und steigern Sie diese Menge in den Folgetagen vorsichtig, bis die Tiere ausschließlich von frischer Wiese ernährt werden können.

Können sich Ihre Kaninchen langsam an die neue Ernährung gewöhnen, werden sie die grünen, saftigen Halme auch gesund genießen können.

Unsere Frühjahrsausgabe der Zeitschift »Die Karotte« ist da !


Sie ist da: Die Frühjahrsausgabe unserer Zeitschrift »Die Karotte« !

Karotten sollen ja sehr gesund sein. Und weil das so ist, sollte man sie regelmäßig in den Speiseplan einbauen, mindestens jedoch 2x im Jahr. Einmal davon ist heute – mit unserer aktuellen Ausgabe der „Karotte 2020/01“. Und diese Ausgabe ist rundherum gesund, denn sie beinhaltet die volle Dosis Kaninchenschutz e.V.!

Wir berichten aus unserem Vereinsleben und zu unseren Vereinsprojekten, wir stellen Ihnen glücklich gelöste tierische Notfälle vor, informieren zu Fach- und Sachthemen rund um Kaninchen und möchten vor allem eins: dass Ihre Kaninchen bestens versorgt sind und werden.

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Unsere »Karotte« erscheint zweimal jährlich. Die Frühjahrs-Ausgabe 2020/1 bietet 68 Seiten mit jeder Menge interessanten und abwechslungsreichen Themen rund um das Thema Kaninchen und Vereinsarbeit:

  • Kaninchengeschichten:
    Vom kleinen Hoppel und Kaninchen Pepper / Notfellchen im Tierschutz
  • Haltung:
    Kaninchenarten / Betreuung in der Tierpension / Freilandhaltung am Tage / Lesergeschichten
  • Gesundheit:
    Kastration von Kaninchenweibchen
  • Abschied und Neuanfang:
    Wenn das Kaninchen stirbt
  • Ernährung:
    Wiese sammeln in der Stadt / Wiesenpflanzen im Frühjahr
  • Vereinsarbeit und Allgemeines:
    Ansprechpartner im Kaninchenschutz / Arbeit des Vorstandes / Osterüberraschung / Basteln, Kochen & Backen

  • ... und vieles mehr.

    Bestellen können Sie unsere "Karotte 2020/01" in unserem => Shop. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

März 2020 Kalendarium