Kaninchenschutz e.V.

HELFEN mit HERZ!

Leer

Summe: 0,00 €

Mai 2020

Unsere Patenkaninchen: Fibsy, Ella und Hedwig


Wenn man das zweite Kaninchengehege von Pflegestelle Susanne im Sauerland betrachtet, könnte man meinen, es ist immer Winter – denn hier wohnt die Plüschkugel Ella, die aussieht wie ein Schneeflöckchen.



Ella freut sich jeden Tag sehr, wenn die Tür vom Gehege nach draußen aufgeht und sie ein paar Haken schlagen kann. Hier weht die weiße Mähne, die an Schnee und Wolken erinnert, ganz besonders toll im Wind. Auch das Näschen reckt Ella gerne in die Luft – so kann man die spannendsten Gerüche aufnehmen und herausfinden, wo gerade besonders leckere Kräuter wachsen. Der Schnupfen, der sie immer wieder plagt, stört dabei natürlich. Aber frische Luft, leckere Kräuter und Lebensfreude lenken ganz schnell davon ab.



Auch Fibsy ist nahezu den ganzen Tag im Garten zu finden – sie teilt Ellas Begeisterung für die frische Luft und die vielen Außeneindrücke. Der Liebglinsplatz von Fibsy ist hierbei ein kleiner Erd-Hügel, durch den ein Tunnel führt. Noch viel spannender, als den bestehenden Tunnel zu nutzen, ist es in Fibsys Augen jedoch, neue Tunnel anzulegen. Hierfür wird fleißig den ganzen Tag gebuddelt. Wenn Susanne auf die Idee kommt, Fibsy dabei zu stören, wird ihr ein sehr böser Blick zugeworfen. Und das sollte man unbedingt vermeiden – denn Fibsy ist eine wahre Meisterin, wenn es darum geht, grummelig zu gucken.






Bis Ende 2019 war auch noch Hediwg mit von der Partie - ebenfalls eine kleine Schneekugel wie Ella. Nur viel kleiner. Im Gegensatz zu ihren Freundinnen hat Hedwig sich am liebsten im Gehege aufgehalten - hier konnte sie trotz ihrer Probleme mit den Augen alles gut erkunden. Besonders gerne mochte die kleine "Hetti", wie sie liebevoll genannt wurde, kuschelige Orte. So hat sie sich ins Stroh gekuschelt oder an der Seite einer ihrer großen Kaninchenfreunde angelehnt. Im Dezember ist dann aus dem kleinen Schneeflöckchen auf Erden ein Engel geworden. Aber sie bleibt unvergessen, und wenn weiße Blütenblätter durch die Luft wirbeln, denken wir an das kleine, weiße "Flöckchen" Hedwig.

Messen und Informationsstände - der Kaninchenschutz e.V. in der Öffentlichkeit


Ein besonders schöner Schwerpunkt unserer Vereinsarbeit ist immer unsere Teilnahme auf Informationsständen bei Messen und Tierheimfesten. Jedes Jahr sind wir mit Beginn der Frühjahrssaison in allen Bundesländern aktiv und auf zahlreichen Veranstaltungen vertreten.

An unseren Messe- und Informationsständen freuen wir uns immer über viele Besucher und zahlreiche tolle Beratungen. Viele davon kommen spontan zustande - aber es gibt genauso auch Besucher, die uns ganz gezielt auf unseren Veranstaltungen aufsuchen, um ihre Fragen an uns zu stellen. Natürlich verfügen wir bei unseren Veranstaltungen über ein breites Equipment von verschiedenen Informationsmaterialien: Unseren Broschüren "Was Kaninchen wollen", "Besser wohnen für Kaninchen", unserem "Ernährungsheft", den verschiedenen aktuellen "Karotten", einem kleinen Kinderbuch "Moritz springt ins Glück" oder ab dem Hochsommer unseren neuen Wand- und Tischkalendern. Aber auch eine bunte Futterauswahl, Weidenbälle, Plüschkaninchen und unsere beliebten Kuschelröhren finden Sie an unseren Ständen.

Messen und Informationsveranstaltungen sind im Kaninchenschutz e.V. immer ein großes Event für unsere aktiven Mitglieder. Oft freuen sich die Teilnehmer schon lange vorher auf die gemeinsamen Tage mit den Vereinskolleg/innen: Ob aus Berlin nach Hannover oder aus dem hohen Norden bis ins Frankenland - es ist ein tolles Gefühl, solch eine Veranstaltung für den Verein gemeinsam möglich zu machen. Mit viel Begeisterung und Engagement treffen sich unsere Mitglieder, planen im Vorfeld und stellen das Material zusammen. Besonders beliebt auf Messen sind ganz besonders auch unsere Kuschelröhren, die die Tierbesitzer in unterschiedlichen Farben und Längen und nicht nur für Kaninchen kaufen. Es steckt viel Arbeit in der Vorbereitung und der Durchführung solch einer Messe - und es ist immer wieder ein wunderschönes Gefühl zu erleben, was zusammen im Verein möglich ist. Die Freude der Besitzer zu sehen, die unsere Artikel kaufen und für ihre Tiere mit nach Hause nehmen oder die Sicherheit nach einer Beratung, wenn wir erreicht haben, dass Kaninchen zukünftig ein besseres Leben haben - das lohnt unseren Einsatz und auch manche Anstrengung einer weiten Anreise oder eines langen Tages bei solchen Messen.

Kommen Sie uns gerne auf einer unserer nächsten Messen besuchen: Termine veröffentlichen wir in unserem Newsletter und auf unserer Homepage.

Und wer Freude daran hat, uns bei unserer Messetätigkeit zu unterstützen: Kommen Sie an unseren Stand, treffen Sie uns und werden Sie sehr gerne Teil unseres Teams. Wir freuen uns immer über engagierte Unterstützung!

*) Aktueller Hinweis für das Jahr 2020:
Aufgrund der Corona-Situation finden aktuell zum Schutz unserer Mitglieder und unserer Besucher keine öffentlichen Termine des Kaninchenschutz e.V. statt. Wir informieren Sie in unseren nächsten Newslettern über alle Aktualisierungen und unsere Informationsstände und Messeteilnahmen. Im Mai 2020 bieten wir Ihnen alternativ eine Auswahl unserer Kuschelröhren in unserem => Shop an.

Gehegehygiene im Sommer


Sowohl der Sommer, als auch der Winter bringen besonders für Kaninchenhalter, die ihre Tiere im Außengehege halten, gewisse Herausforderungen mit sich. Hier möchten wir darauf eingehen, was in der warmen Jahreszeit bei der Hygiene im Kaninchengehege zu beachten ist.

Die Hauptprobleme im Sommer sind:

  • schnelleres Verderben von Frischfutter
  • Gefahr des „Gärens“ von zu eng aufgeschichteter Wiese
  • schnell verdunstendes Trinkwasser bei großer Hitze
  • stärkere Geruchsentwicklung in den Toilettenecken
  • Gefahr von Fliegenmadenbefall, vor allem bei geschwächten Tieren

Wichtig ist also – grade in Außenhaltung – folgendes regelmäßig zu kontrollieren:

  • Haben die Tiere noch ausreichend frisches und sauberes Trinkwasser?
    Auch wenn Kaninchen bei einer großzügigen Frischfuttergabe eher wenig bis gar nicht trinken, ist es grade im Sommer essentiell, dass Trinkwasser immer zur Verfügung steht. Da sich bei warmen Temperaturen nicht nur schnell Algen und Bakterien im Wassernapf vermehren, sondern bei direkter Sonneneinstrahlung das Wasser auch schneller verdunstet, ist ein schattiger Platz für den Napf von Vorteil. Ein täglicher Wassertausch sollte ebenso selbstverständlich sein.
  • Ist Frischfutter in der Hitze verfault oder wurde in den Toilettenkisten untergebuddelt? Lagert die frische Wiese locker genug?
    Manche Tierhalter füttern Frischfutter in den Toilettenkisten. Aber selbst wenn nicht: Viele Kaninchen nehmen sich ihr Frischfutter gerne in einen eingestreuten Bereich mit. Grade bei größeren Gruppen holen sich die rangniedrigeren Tiere das Frischfutter manchmal vom Hauptfutterplatz und fressen es in einer entfernten Ecke in Ruhe. Hier ist darauf zu achten, das Gehege auf „verstecktes“, in der Einstreu verbuddeltes, durch Urin oder Kot verschmutztes Frischfutter zu kontrollieren und dieses zu entfernen. Bei Wiesenfütterung ist besonders das lockere Aufschichten der Gräser und Kräuter wichtig. Auch eine Platzierung des Wiesenhaufens oder der gut belüfteten Wiesenraufe im Schatten ist sehr zu empfehlen. Liegt die Wiese zu lange, zu warm oder zu verdichtet, besteht die Gefahr von Gärungen bzw. Fäulnisprozessen. Solche Wiese sollte auf keinen Fall mehr verfüttert werden, da sie die Tiere krank machen kann.
  • Wie sauber sind die Toilettenecken? Sind alle Kaninchen gesund?
    Ist es sehr warm, beschleunigen sich Zersetzungs- und Fäulnisprozesse. Kot und Urin in Toilettenschalen entwickelt daher im Sommer schneller einen unangenehmen Geruch. Dieser Geruch nach vor allem Ammoniak ist nicht nur für uns Menschen, sondern vor allem auch für die empfindlichen Nasen unserer Kaninchen äußerst unangenehm. Ammoniak reizt zudem die Atemwege. Deshalb ist unbedingt auf eine häufigere Reinigung der Toilettenecken zu achten. Das engmaschige Saubermachen des Geheges ist außerdem zur Vorbeugung von Fliegenmaden wichtig. Von stark riechenden Exkrementen fühlen sich Fliegen stark angezogen und legen dort gern ihre Eier ab, aus denen sich bei idealen Bedingungen innerhalb von wenigen Stunden Maden entwickeln. Besonders bei geschwächten, chronisch kranken oder mit Kot verschmierten Kaninchen legen Fliegen ihre Eier auch direkt ins Fell, wo die schlüpfenden Maden dem befallenen Tier großen Schaden zufügen können. Das tägliche Kontrollieren – besonders von gefährdeten Tieren – ist also essentiell und gehört im Sommer zur täglichen Versorgung.

Unsere Pflanze im Monat Mai: Baldrian


Der Baldrian gehört zur Familie der Geißblattgewächse und bezeichnet genau genommen verschiedene Arten der Baldriangewächse. Seit jeher wird er wegen seiner Heilwirkung sehr geschätzt und bis heute in diversen Präparaten, als Tee oder als pure Pflanze verwendet.

Der Baldrian ist weit verbreitet und kommt in den gemäßigten Klimazonen fast aller Kontinente vor. Als mehrjähriges und winterhartes Kraut kann der „Echte Baldrian“ (Valeriana officinalis) auch gut im eigenen Garten angebaut und genutzt werden.

Mit seinen gestielten Blättern und den hübschen weiß-rosafarbenen Blüten, die im Mai erscheinen und uns bis in den August erfreuen, macht er im Beet eine gute Figur. Zudem ist die Pflanze sehr anspruchslos und verträgt auch sehr feuchte Böden. Man findet den Baldrian in freier Natur also nicht selten auf Feuchtwiesen oder an Uferböschungen.

Der auch als Arzneibaldrian bezeichnete „Echte Baldrian“ enthält ätherische Öle, Alkaloide, Lignane, Sisqueterpene und diverse Fettsäuren.

Bei folgenden Beschwerden hat er sich als Heilpflanze bewährt:

  • Unruhe & Nervosität
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Krämpfe & krampfartige Schmerzen

Spannend ist übrigens: Bei Katzen hat der Baldrian keine beruhigende, sondern eine anregende Wirkung. Daher wird er zum Teil auch als „Katzenkraut“ bezeichnet.

Mai 2020 Kalendarium