Kaninchenschutz e.V.

HELFEN mit HERZ!

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Summe: 0,00 €

Das Engagement unserer aktiven Mitglieder macht nicht bei Beratungen und Vermittlungen halt: Immer wieder kommen Kaninchen in unsere Obhut, die nicht weitervermittelt werden können - aufgrund gesundheitlicher oder seelischer Verfassung oder einer speziellen Vorgeschichte. Diese Schützlinge können ihr Leben lang auf uns zählen - einige unserer Helfer und Förderer haben es daher möglich gemacht, auch diesen Tieren ein schönes Leben zu bieten.

Die Gnadenhoftiere können mit einer Patenschaft unterstützt werden, um die laufenden Kosten decken zu können.

Derzeit werden wir von nachfolgenden Futtershops in Form von Carepaketen für unsere Pflege'felle' und Gnadenhoftiere unterstützt. Die dort angebotenen Carepakete werden direkt an die Pflegestelle des Schützlings gesendet und enthalten Leckereien, die ganz nach dem Geschmack der Patentiere ausgewählt wurden. Über eine derartige Unterstützung, die die Tiere glücklich macht und gleichzeitig die Pflegestelle entlastet, freuen wir uns immer sehr!

           

Chai & Diego

WEIBLICH, ALTER UNBEKANNT & MÄNNLICH, KASTRIERT, geboren CIRCA 2010


Die kleine Chai kommt aus einem Notfall mit 75 Tieren, die alle in einer Wohnung hausten.

Chai hat gravierende beidseitige Augenprobleme, das linke Auge ist komplett milchig, das rechte Auge zeigt Eintrübungen und die Pupille ist weggekippt - die Kleine ist komplett blind. Aller Wahrscheinlichkeit nach sind diese Augenprobleme durch den Ausbruch von E.C. = Enzephalitozoon cuniculi und dessen Nichtbehandlung entstanden. Zudem hat die Kleine auch noch eine beginnende Zahnproblematik, die ggf. auch noch operativ behandelt werden muss.

Leider sind nach wie vor starke Entzündungsprozesse der Augen vorhanden, denn im linken Auge ist deutlich sichtbar Eiter, das rechte Auge ist blutig unterlaufen und steht etwas hervor. Gerade beim linken Auge sieht die Prognose sehr schlecht aus.

Chai kommt zum Glück gut mit ihrem Handicap zurecht und ist eine kleine aufmüpfige, selbstbewusste Wackelnase. Sie orientiert sich durch ihre Tasthaare und hat hervorragende Ohren, zudem nimmt sie jede noch so kleine Erschütterung wahr und weiß genau, wann die Pflegetante wo am Gehege steht.

Diego kommt aus einem kleinen Notfall mit 5 Kaninchen, ein aktives Mitglied des Kaninchenschutz e.V. wurde von dem Leiter eines Tierheimes in ihre Nähe darüber informiert. Sofort nahm die Aktive Kontakt zur Besitzerin auf, und einige Tage später dann war Diego gerettet.

Diego hat massive Zahnprobleme, seine 3 vorhandenen Schneidezähne waren bei seiner Rettung überlang und wuchsen aus dem Maul heraus, der untere Schneidezahn nach schräg oben und die 2 oberen Schneidezähne waren jeweils halbmondförmig gewachsen. Wie Diego damit überhaupt noch fressen konnte, grenzte an ein Wunder, doch seine eigene Fresstaktik hatte ihm ein Überleben möglich gemacht. Sein Futter muss in sehr dünne Streifen geschnitten werden, und es wird sofort deutlich, wenn die Zähne zu lang sind; denn dann lutscht er auf seinem Futter herum, kann es aber nicht beißen.

Momentan müssen seine Schneidezähne alle 3 Wochen gekürzt werden, da sie rasant schnell wachsen, leider ist ihm jetzt noch ein weiterer Schneidezahn abgebrochen, und ob bzw. wie er nachwächst, muss abgewartet werden. Wenn es schlecht läuft, werden ihm in absehbarer Zeit die restlichen Schneidezähne entfernt werden müssen; zudem hat auch er noch Probleme mit dem linken Unterkiefer.

Die Zusammenführung von Chai & Diego verlief unproblematisch, und bereits nach gut 5 Stunden war ihre Liebe besiegelt. Beide schweben im 7. Himmel, alles wird zusammen gemacht und gemeinsam Blödsinn aushecken macht doppelt so viel Spaß.

Die beiden Wackelnasen würden sich sehr über liebe Paten freuen, die sie auf ihrem noch sehr langen und beschwerlichen Weg mit vielen Arztterminen begleiten möchten und ihnen die Daumen drücken.

Update 14.08.2015: Seit heute sind Chai & Diego Gnadenhofkaninchen!
Im Forum wird hier über sie berichtet.

Update 16.06.2019:
Der Kaninchenschutz e.V. trauert um sein Pflegefellchen Diego.

Diego war seit 2013 Gnadenhoftier des Vereins. Mit einem mehr als desolaten Gesundheitszustand kam er in die Obhut unserer Pflegestelle Hope. Massive Fehlstellungen der Zähne machten es erforderlich, dass ihm im Laufe der Zeit die Schneidezähne gezogen werden mussten. Doch damit lernte unser kleiner Diego zu leben. Leider blieben die Zähne problematisch, es folgten Auswirkungen auf den Kiefer. Doch der kleine Diego kämpfte. Er trotzte der tückischen Krankheit Encepahlitozoon cuniculi und er trotzte seinen schlechten Zähnen, die ihm immer wieder Probleme bereitete. Diego hatte eine wundervolle Freundin, die sich liebevoll um ihn kümmerte und ihm in schlechten Zeiten eine wertvolle Stütze war. Am 16.06. hat der kleine Kämpfer Diego seinen Kampf leider verloren. Die gesundheitlichen Probleme waren zu gravierend, Diego war müde und ist angekuschelt an seine kleine Freundin Chai für immer eingeschlafen.

Wir danken unserer Pflegestelle Hope für ihre liebevolle Pflege und Fürsorge, und wir bedanken uns bei allen Paten und Unterstützern, die so viel Anteil an dem Schicksal des kleinen Diego genommen haben.

> Region: Dortmund/NRW > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
16.06.2019

Trudi

WEIBLICH, ALTER UNBEKANNT


Trudi kam als junge Kaninchendame und Mutter zu einer unserer aktiven Mitglieder, die sie zusammen mit ihrem Sohn aus schlechter Haltung rettete. Bis dahin kannte sie nur ein dunkles, dreckiges Loch und bekam wenig und ungesundes Futter. Doch unter entsprechender Haltung entwickelte das wuschelige Kaninchen sehr schnell große Lebensfreude und zeigte, dass sie sehr aktiv ist und am liebsten viel toben möchte. Außerdem hatte Trudi trotz der schlechten Erfahrungen ihr Vertrauen in Menschen nicht verloren - Kuscheleinheiten genießt sie wirklich sehr.

Da sie nicht alleine bleiben sollte und auch nicht in ihrer ersten Pflegestelle bleiben konnte, zog Trudi schließlich ins Sauerland. Dort lebte sie zunächst eine lange Zeit in trauter Zweisamkeit mit Patenkaninchen Kian, der ebenfalls Kaninchenschutz-Tier war. Im Laufe der Zeit wurden leider auch verschiedene Probleme bei dem sonst so munteren Kaninchen Trudi entdeckt. So ist sie nicht nur Trägerin von Encephalitozoon cuniculi (E.C.) - zum Glück seit langer Zeit ohne einen Auspruch der Nervenkrankheit - sondern hat auch einen Nierenschaden. Mit zunehmendem Alter machen der plüschigen Kaninchendame außerdem die Zähne und ein Stufengebiss Probleme, sodass regelmäßige Kontrollen notwendig sind. Außerdem wurde eine Verengung der Wirbelsäule zwischen dem 1. und 2. Lendenwirbel festgestellt. Doch Trudi ließ sich von all dem niemals aus der Rolle bringen und zeigte immer, dass in ihr viel Energie und Lebensfreue steckt.

Nach dem Verlust ihres Freundes Kians kam sie in eine größere Kaninchengruppe, in der sie noch immer lebt und die Zeit in einem großzügigen Außengehege genießen kann. Teil dieser Gruppe sind heute auch die Patenkaninchen Maggy, Tobi und Fibsy. Man merkt Trudi inzwischen deutlich an, dass sie eine alte Dame geworden ist: Sie ist sehr viel ruhiger, und während die anderen den Auslauf im Garten springend und tobend zubringen, genießt sie gerne die Ruhe im Stall. Doch manchmal hat auch Trudi noch verrückte Momente, tobt herum oder freut sich, wenn sie einfach im grünen Gras sitzen und ein paar Sonnenstrahlen genießen kann.

So erfreut sich Trudi eines ruhigen, entspannten Lebens, was leider immer mal durch das eine oder andere gesundheitliche Problem gestört wird. Um auch diese Phasen gut durchzustehen, freut sie sich sehr, von Patinnen und Paten unterstützt zu werden.

Update 1. Juni 2019:
Trudi hatte in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Probleme mit Blasenschlamm und hat sich eingenässt. Schließlich wurde neben dem Schlamm auch ein Blasenstein entdeckt, der operativ entfernt wurde. Dabei wurde leider ein weiteres Problem entdeckt: Ein Tumor in der Gesäugeleiste, der im Zuge der Operation direkt mit entfernt wurde. Die anschließende Untersuchung hat leider gezeigt, dass es ein bösartiger Tumor war, im späteren Röntgenbild waren aber glücklicherweise keine Metastaten zu erkennen. Daher bleibt zu hoffen, dass die Operation erfolgt ist, bevor der Tumor streuen konnte – und Trudi noch viel Zeit bei ihren Freunden bleibt.

> Region: Sauerland/NRW > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
01.06.2019

Hedda

HEDDA, GEBOREN CA. 2015


Hedda wurde durch eine aufmerksame Tierschützerin im März 2018 bei einem Bauern entdeckt. Aus ihrem linken Auge floss Eiter, und das Auge stand stark hervor. Ursprünglich wollte der Bauer sie noch einmal decken lassen, obwohl sie bereits einen Wurf mit ausschließlich totgeborenen Welpen hatte.

Am 21. März 2018 durfte sie jedoch in ihre Pflegestelle zu Astrid N. ziehen. Der Check beim Tierarzt am nächsten Tag ergab hochgradige Kokzidien und einen vereiterten Oberkiefer, deshalb steht das Auge auch hervor.

Ein paar Tage später begann sie an Ostern nachts mit dem Nestbau - aber Welpen bekam sie zum Glück nicht, der Nestbau beruhte auf einer entzündeten Gebärmutter. Hedda wird deshalb nach Ostern sofort notkastriert, und anschließend wird die Behandlung des Kiefers fortgesetzt.

Hedda kennt keine Artgenossen, aber sie ist absolut verschmust und anhänglich. Sobald die Kokzidien weg sind, darf sie die anderen Kaninchen in ihrer Pflegestelle kennenlernen: Ida, Nora und Tomte Tummetott.

Update 1. Dezember 2018:
Hedda ist inzwischen leider auf beiden Augen erblindet und hat Probleme mit den Herzklappen. Sie lebt jetzt glücklich mit den Patentieren Tomte und Schnuff zusammen.

Update 20. April 2019:
Hedda ist ab heute ein Gnadenhofkaninchen des Kaninchenschutz e.V. Sie darf damit dauerhaft in der Sicherheit und der Betreuung ihrer Pflegestelle Astrid bleiben. Wir hoffen, dass ihr Gesundheitszustand noch lange stabil bleibt.

Update 1. Juni 2019:
Hedda hatte in den letzten Monaten aufgrund der defekten Herzklappen einige Einbrüche bei extremen Wetterumschwung. Inzwischen ist sie medikamentell aber sehr gut eingestellt und war in den letzten Wochen stabil. Wir hoffen sehr, dass das weiterhin so bleibt!

> Region: Mühlacker/Baden-Württemberg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
20.04.2019

Ida und Nora

WEIBLICH, GEBOREN JUNI 2016


Ida und Nora wurden im September in einer Pflegestelle in Rheinland-Pfalz abgegeben. Angeblich zwei Widder, männlich, einer mit Beinfehlstellung.

Tja, das Gegenteil war der Fall: Zwei Mädchen, Stehohren .... und leider beide mit Fehlstellung in den Beinen. Wahrscheinlich durch Inzucht.

Das Röntgenbild ergab eine Missbildung ab dem Kniegelenk.

Ida, die schwarz-weiße, hat es deutlich schlimmer getroffen. Aber sie weiß sich zu helfen, läuft des öfteren auf den Vorderpfoten (sog. Akrobatik).

Bei dieser Fehlstellung ist Arthrose im Rücken und in den Vorderpfoten vorprogrammiert. Deshalb nimmt sie der Kaninchenschutz e.V. in seine Obhut.

Am Anfang sind die beiden mit Kokzidien eingezogen, die jetzt Gott sei Dank ausgestanden sind. Es wird noch ein Zwischenstopp in Hessen erfolgen, wo auch die RHDV-2 Impfung erfolgt.

Danach dürfen sie in ihre endgültige Pflegestelle nach Baden-Württemberg ziehen. Dort wartet ein behindertengerechtes, ruhiges Zuhause auf sie.

Ida ist sehr verschmust, Nora orientiert sich viel an ihr.

Zusammen werden die beiden ihr Handicap meistern und freuen sich über viele liebe Paten, die sie dabei unterstützen.


Update Januar 2018: Ida und Nora erhalten vom Kaninchenschutz e.V. "Gnadenhofstatus" und dürfen für immer in ihrer Pflegestelle bei Astrid N. bleiben. Wir wünschen den beiden Alles Gute!


Update 1. Juni 2019:
Ida und Nora sind trotz ihrer massiven Beinfehlstellung gesundheitlich stabil, was ihren behandelnden Tierarzt immer wieder verblüfft. Allerdings bewegen sie sich sehr unbeholfen, was andere Kaninchen enorm erschreckt. Deshalb können sie leider nicht mit den anderen Pflegefellen vergesellschaftet werden. Doch die beiden genügen sich selber und haben jeden Tag Unsinn im Kopf.

> Region: Mühlacker/Baden-Württemberg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
25.01.2018

Fräulein Elvis

WEIBLICH, KASTRIERT, GEBOREN CIRCA 2012


Fräulein Elvis ist eine junge Dame mit starkem Charakter: Sie zeigt ein stark bis übermäßig ausgeprägtes Revierverhalten – auch dem Menschen gegenüber. Dies äußert sich in Angriffen gegenüber dem "Eindringling", was ihre Pflegestelle schon schmerzlich feststellen musste. Das Verhalten erinnert an das Verhalten bei sehr schwierigen Zusammenführungen, die mit Bisswunden enden.

In den ersten sechs Monaten ihres Lebens musste die charakterstarke Kaninchendame als Kinderspielzeug herhalten: Ihre Besitzer schleppten sie auf dem Arm herum und mehrere Kinder zerrten an ihr gleichzeitig. Sie wurde mit ihrer Schwester, die zwischenzeitlich verstarb, im Puppenwagen angeschnallt und durch den Ort gefahren. Futter und Fellpflege erfolgte unregelmäßig bis gar nicht. Das ist vermutlich ein Grund für das große Misstrauen gegenüber dem Menschen.

Fräulein Elvis' Pflegemutter hat schnell gelernt, das Gehege mit Handschuhen sowie dichten Schuhen, einer langen Hose und einem dicken Fleece-Pullover zu betreten – um geschützt zu sein, wenn die Dame versucht, sich festzubeißen. Seit der Aufnahme von Fräulein Elvis in ihrer Pflegestelle Mitte März 2015 ist das Verhalten aber schon etwas besser geworden: Das Gehege kann inzwischen teilweise ungestört betreten und gereinigt werden; auch das Abstellen von Futter ist meistens erlaubt (die Pflegemutter traut sich zwischenzeitlich auch schon mit offenen Schuhen ins Gehege – ist sich aber der möglichen Gefahr immer bewusst).

Neben charakterlichen Schwierigkeiten, die Fräulein Elvis aufweist, ist sie außerdem mit einigen gesundheitlichen Beschwerden in ihre Pflegestelle gekommen: Sie leidet – mal mehr, mal weniger – an Inkontinenz und hat generell eine anfällige Blase. Eine Zeit lang litt sie unter schlimmem Blasengrieß. Außerdem war sie, genau wie ihr Freund Azzurro, mit dem sie sehr zufrieden zusammen lebt, mit Kokzidien befallen.

Das Vertrauen zwischen der Pflegemutter und Fräulein Elvis hat sich zwischenzeitlich recht gut aufgebaut. Es gibt immer noch Situationen oder Bewegungsabläufe, bei denen sie plötzlich zuschnappt und sich dann gleich festbeißt. Manchmal auch einfach nur, weil sie es kann. Allerdings haben das Fräulein und das Personal gelernt, miteinander umzugehen, und wir hoffen, dass dies sich noch weiterhin bessert.

Die Kaninchendame ist also charakterlich nicht einfach, es besteht und bestand jedoch die Hoffnung, dass es mit der Zeit – auch durch die zwischenzeitlich erfolgte Kastration – besser wird und sie weiterhin lernt, mit dem Menschen umzugehen, ohne böse zu werden. Allerdings bezieht sich ihr Vertrauen leider ausschließlich auf ihr Pflegepersonal, wobei sie das männliche Personal abgöttisch liebt.

Fräulein Elvis würde sich sehr freuen, auf ihrem weiteren Weg der Besserung von liebevollen Paten unterstützt zu werden.

Update 1. Juni 2019:
Im März 2019 ist Fräulein Elvis' geliebter Partner Azzurro verstorben, was auch sie sehr aus der Bahn geworfen hat. Sie hat sehr getrauert. Als sie gerade einen neuen Partner bekommen sollte, stellte sie plötzlich das Fressen ein. Die Ursache war der bereits bekannte Herzklappenfehler. Nachdem sie ein paar Tage Stationär beim Tierarzt war und neu mit Medikamenten eingestellt wurde, hat sie sich glücklicherweise wieder berappelt. Nun lebt sie seit einiger Zeit mit Herrn Schwarz, einem jungen Widderkaninchen, zusammen. Die beiden sind von Anfang an nahezu unzertrennlich und genießen es besonders, wenn sie bei gutem Wetter im Garten herumlaufen können – auch wenn man merkt, dass Fräulein Elvis inzwischen eine ältere Dame ist und mit dem Tempo von ihrem jungen Partner nicht mitkommt.

> Region: Nienhagen/Niedersachsen > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
26.11.2017

Hedwig

WEIBLICH, GEBOREN 2016


Hedwigs Leben begann ziemlich unglücklich. Kaum auf der Welt, war zu erkennen, dass das kleine, weiße Flauschbällchen große Probleme hatte: Sie litt unter einem deutlichen Entwicklungsrückstand, und statt Augen waren nur Eiterkrusten zu sehen.

Zu ihrem Glück konnte eine Tierarzthelferin sie aufnehmen und erst einmal versorgen. Eine bakteriologische Untersuchung der Augen ergab jede Menge Pasteurella multocida.

Durch gute Versorgung mit bester medizinischer Betreuung und ganz viel Mühe konnte der Zustand der Augen ein wenig verbessert werden, so dass die kleine Hedwig zumindest auf Lichtunterschiede zu reagieren begann.

Da sie aufgrund der Ansteckungsgefahr jedoch nicht in der Praxis bleiben konnte und dringend einen Augenspezialisten besuchen musste, kam sie in eine unserer Pflegestellen.

Dort durfte das kleine Kaninchenmädchen sich ersteinmal ein wenig eingewöhnen, bis es dann mit weiteren Tierarztbesuchen weiter ging.

Zunächst wurde festgestellt, dass auch ihre Zähne nicht perfekt waren - so wurden sie ein wenig korrigiert und ab sofort regelmäßig angeschaut, um möglicherweise dafür zu Sorgen, dass es sich so entwickelt, dass es keiner dauerhaften, regelmäßigen Pflege bedarf.

Und dann wurde es richtig ernst für die zu diesem Zeitpunkt nicht einmal 500g schwere Hedwig: Der Besuch beim Augenspezialisten.

Eine Untersuchung ergab, dass ihre Augen zu klein und mit Bindehaut überwachsen sind. Vorhandene Rolllider reizen die Hornaut permament, sodass auch eine Hornhautabtragung vermutlich wenig erfolg bringen würde. Deshalb wurden die Lider festgenäht, sodass der Reiz minimiert wird und eventuell sogar dauerhaft geringr gehalten werden könnte.

Für Hetti, wie die kleine inzwischen liebevoll genannt wird, standen ab sofort tägliche Augentropfen auf dem Programm. Auch musste sie die Klinik mehrfach erneut besuchen, und es wurden weitere Versuche unternommen, ihren Augen zu helfen.
Vor einem weiteren Ärztemarathon folgten jedoch ersteinmal ein paar schöne Momente:

Die kleine Hedwig sollte nicht länger alleine bleiben und lernte so die Patenkaninchen Mia und Jonny kennen. Die Zusammenführung klappte problemlos, und Hedwig war sichtlich zufrieden, nicht mehr alleine sein zu müssen.

Leider brachten weitere Tierarztbesuche kaum gute Nachrichten. Den Augen war kaum zu helfen und mehrere Hornhautabtragungen brachten wenig Erfolg. Glücklicherweise sind die Entzündungen im Bereich der Augen abgeklungen, sodass sie zumindest keine all zu großen Probleme hat. Solange die Augen also nicht wieder schlechter werden, gibt es in diesem Bereich keine weiteren Behandlungen mehr, da es keinen Erfolg bringt. Sehen kann Hedwig mit den Augen nicht, aber sie kommt auch so gut zurecht.

Weiterhin wurde festgestellt, dass sowohl ihre Backen- als auch ihre Schneidezähne sehr schief wachsen, sodass sie aufgrund der Zähne weiterhin regelmäßig zum Tierarzt muss, um ordentlich fressen zu können.
Auch ergab eine genauere Untersuchung, dass Hedwigs Kniegelenke verwachsen sind - deshalb kann sie nicht richtig hoppeln, sondern hüpft eher wie ein Frosch.

Doch trotz all der Probleme ist Hedwig noch immer lebensfroh - sie genießt das Leben in einer größeren Gruppe zusammen mit anderen (Paten-)Kaninchen in einem tollen Außengehege und zeigt, dass es sich lohnt, zu kämpfen.
Für den Kampf und als Stütze bei den regelmäßigen Tierarztbesuchen wünscht sie sich Paten, die sie unterstützen.



Update 13. November 2017: Hedwig hat vom Vorstand den Gnadenhofstatus bekommen und darf nun dauerhaft bei Susanne bleiben. Wir wünschen ihr alles Gute!


Update 1. Juni 2019:
Die Augen von Hedwig müssen noch immer regelmäßig behandelt werden. Vor einigen Monaten bildete sich dort ein Nickhautdrüsen-Abszess, der aber dank Antibiotikum zum Glück ohne Operation abgeheilt ist. Auch die Zähne der kleinen Hetti sind noch immer eine Baustelle, die immer wieder kontrolliert und in gewissen Abständen auch in Narkose gerichtet werden müssen. Sie lässt sich davon aber nicht beirren und genießt die Nähe ihrer so viel größeren Kaninchenfreunde.

> Region: Meschede/NRW > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
13.11.2017

Oskar

MÄNNLICH / KASTRIERT


Widder Oskar lebte ursprünglich in einem Ferienpark – doch als krankes Kaninchen passte er dort nicht in den Alltag. Eine unserer Pflegestellen wurde gefragt, ob man ihn gegen fünf gesunde Tiere tauschen könnte. Das kam natürlich nicht in Frage - doch Oskar sollte nicht weiter leiden, und konnte bei Nadine einziehen.

Oskars Zustand bei der Ankunft war gar nicht gut – Augen und Nase waren voll mit Eiter. Vermutlich dadurch, dass er den Schnodder beim Putzen verteilte, war auch das ganze Fell verklebt. Um dem Eiter Herr zu werden, wurde gleich eine Behandlung mit einem Antibiotikum eingeleitet. Es hat einige Zeit gedauert, aber langsam beginnt das Ganze abzuklingen.

Das vereiterte Auge war bei der Ankunft sehr trüb, und auch die Haut drumherum war extrem geschwollen. Auch das ist mit der Zeit besser geworden.

Neben der Behandlung aufgrund des Eiters wurde Oskar außerdem erfolgreich gegen Kokzidien behandelt.

Nachdem sich sein gesundheitlicher Zustand deutlich gebessert hatte, zog Oskar in ein neues zu Hause. Doch leider klappte es dort nicht so gut, wie zunächst gedacht - und auch mit der Gesundheit ging es wieder Berg ab.

Oskar kam zurück in seine Pflegestelle. Sein Gesicht war schief, er hatte Probleme beim Kauen und auch die Nase war wieder eitrig.

So wurde Oskar erneut behandelt und konnte stabilisiert werden - eine gewisse Schiefe im Gesicht blieb aber bestehen.

Oskar bekam Gesellschaft und freute sich über ein Wiedersehen mit Patenkaninchen Jan. Als dieser jedoch über die Regenbogenbrücke hoppelte, brach Streit in der Gruppe aus. Oskar, der es eigentlich immer allen nur recht machen will und der sehr liebenswert ist, bekam große Probleme.

Doch soll er natürlich nicht alleine bleiben. Es wird also daran gearbeitet, dass Oskar wieder in einer harmonischen Gruppe leben kann.

Zum Trost und zur Unterstützung beim Bekämpfen der körperlichen Probleme sucht Oskar jetzt liebe Paten!

Oskar ist unser Patenkaninchen des Monats Juni 2017 geworden!

Update 13. November 2017: Oskar hat vom Vorstand den Gnadenhofstatus bekommen und darf für immer bei Susanne bleiben. Wir wünschen ihm alles Gute!

Update 1. Juni 2019:
Im Juli 2017 ist Oskar von seiner bisherigen Pflegestelle ins Sauerland umgezogen. Seitdem lebt er sehr zufrieden in einer Gruppe von Kaninchen, mit denen er sich sehr gut versteht. Er leidet leider noch immer unter Problemen im Gesichtbereich: Besonders auf der Seite, auf der das Auge entfernt wurde, hat er immer wieder verstärkten Ausfluss aus der Nase. Daher muss er immer wieder den Tränen-Nasen-Kanal gespült bekommen, bekommt phasenweise weitere Mittel gegen den Schnupfen, und auch seine Zähne werden genau beobachtet. Nachdem der Zustand seiner Atmung im April 2019 noch einmal sehr schlecht geworden ist, ist er momentan zum Glück stabil. Er braucht aber auf jeden Fall gedrückte Daumen, da er immer wieder Probleme mit der Atmung bekommt.

> Eintrag aufgenommen am:
13.11.2017

Fibsy

WEIBLICH, GEBOREN 2015


Fibsy kam zusammen mit Lilly aus einer Zuchtauflösung in ihre Pflegestelle im Sauerland. Sie ist im Mai 2015 geboren.

Fibsy hatte bis dahin ihr Leben alleine verbringen müssen. Da sie aber noch ihre Quarantäne absitzen musste und somit nicht zu den anderen Pflegetieren konnte, wurde sie zu der anderen Häsin aus diesem Notfall bis zu deren Vermittlung gesetzt, um endlich Gesellschaft zu haben.

Ihr Zustand bereitete der Pflegestelle große Sorgen, ihr Auge tränte und stand hervor, sie röchelte, hatte Durchfall, und ein Schneidezahn war nach innen gewachsen.

Nach mehreren Tierarztbesuchen stand fest, ein Ziehen der Schneidezähne ist leider nicht möglich, da die Zähne verkalkt sind und daher sehr brüchig; zudem ist die Zahnwurzel retrograd verändert.

Die Gefahr, dass beim Ziehen der Zähne diese brechen könnten oder die Nase dabei bricht, ist zu hoch. Aus diesem Grund wird ein Termin alle 2 Wochen zum Zähne kürzen leider für immer nötig sein.

Da Fibsy am Anfang röchelte und in der Pflegestelle kein 100-prozentiger Schutz gegen Schnupfen gewährleistet werden kann, gilt sie als Schnupfenkontaktträger, sie ist aber symptomlos.

Derzeit lebt Fibsy in einem schönen Außengehege mit vielen anderen (Paten-)Kaninchen.

Fibsy ist dem Menschen gegenüber recht scheu, aber sie genießt die Gesllschaft ihrer neuen Freunde. Gesundheitlich ist sie bis auf die Zahnfehlstellung nun wieder fit.

Update 13. November 2017:
Fibsy bekommt vom Vorstand den Gnadenhofstatus und darf dauerhaft bei Susanne bleiben. Wir wünschen ihr alles Gute!

Update 1. Juni 2019:
Fibsy muss weiterhin regelmäßig zum Tierarzt, um die Zähne zu begradigen. Das lässt sie knatschig über sich ergehen, lieber hat sie aber ihre Ruhe vor dem Menschen und ist mit den anderen Kaninchen im Garten unterwegs. Vor einiger Zeit hatte sie außerdem eine starke Aufgasung, das war aber glücklicherweise schnell behoben und Fibsy wieder ganz die Alte.

> Region: Meschede/NRW > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
13.11.2017

Maya

WEIBLICH, GEBOREN CIRCA ENDE 2015


Maya kam zu ihrer Pflegestelle, da diese von der Besitzerin um Hilfe gebeten wurde.

Die Besitzerin hatte die Kleine selbst erst ca. 2 Wochen vorher von einer Notstation als Partnertier für ihren Rammler geholt. Ihr wurde Maya übergeben mit der Angabe, dass sie eine leichte Erkältung hätte und Antibiotika bräuchte, dies wurde ihr von dort mitgegeben.

Als sich keine Besserung einstellte, ging die Besitzerin zu einem Tierarzt und bekam ein anderes Antibiotikum, was aber auch nicht half.

Bei einer weiteren Tierärztin wurde festgestellt, dass die Kleine nicht nur Schnupfen hat, sondern mindestens drei Zähne in einer Operation gezogen werden müssen.

Da ein angeratenes CT, die Operation und auch die eventuelle weitere Behandlung die finanziellen Möglichkeiten der Besitzerin überstiegen hätten, zog die Kleine bei ihrer Pflegestelle ein.

Die Pflegestelle taufte sie Maya und ließ sie erstmal ankommen. Maya ist laut Angabe der Notstation erst 1 Jahr alt.

Maya war bei der Ankunft in der Pflegestelle zu dünn, hatte ein stark tränendes Auge und bekam schlecht Luft.

Der erste Tierarzttermin und das dort gemachte CT brachten leider einige Baustellen zum Vorschein: Alle Backenzähne auf der linken Seite, sowohl oben als auch unten, müssen entfernt werden, da dort alle Zähne kreuz und quer stehen und es keine Möglichkeit gibt, wenigstens einen Teil der Zähne zu erhalten.

Außerdem konnte man schon große Knochenauftreibungen im Unter- und Oberkiefer erkennen.

Die Probleme mit der Atmung kommen davon, dass ein Stück Knochen ihrer Nase abgesplittert und dieses Nasenloch mit Eiter gefüllt ist. Die Tierärztin vermutet entweder einen Sturz oder Misshandlungen als Ursache hierfür.

Die Nase wird wohl immer ein Problem darstellen und nur das andere Nasenloch funktionsfähig sein.

Maya ist eine sehr tapfere kleine Kämpferin, die alle Behandlungen gut mitmacht und schnell wieder zu fressen anfängt. Sie genießt es, geschmust zu werden, Küsschen zu bekommen und mit viel leckerem Grünfutter verwöhnt zu werden.



Update 1. Juni 2019:
Maya kämpft immer wieder mit Abszessen und Zahnproblemen. Es mussten etliche Zähne entfernt werden, sie hat nur noch die Schneidezähne und rechts oben Backenzähne. Leider frisst sie nur noch eingeweichte Cunis. Die sind leider nicht sehr förderlich für ihren Blasengries, der auch immer wieder Probleme macht. Dazu spielt auch ihr Immunsystem nicht immer mit, so dass Maya in letzter Zeit nicht genug Widerstandskräfte gegen Milben und Würmer hatte. Aber Blacky, ihre große Liebe, steht ihr in allen Lebenslagen bei. Wir drücken der kleinen Maus weiter alle Daumen!

> Region: Karlsruhe/Baden-Württemberg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
25.02.2017

Maggy

WEIBLICH, KASTRIERT, ALTER UNBEKANNT


Auf Maggy Plüschfuß wurden wir bei einem unserer Infostände aufmerksam. Der Kaninchendame ragten die Zähne schon völlig schief aus dem Schnütchen, sie konnte quasi kein Futter mehr aufnehmen. Zudem lebte sie mit einem unkastrierten Rammler in einem verwahrlosten, kleinen Stall, war komplett vermilbt und nur noch Haut und Knochen.

Die Zähne wurden schnell gerichtet, gegen die Milben und anderen Untermieter wurde behandelt und die Kaninchendame konnte so schnell an Gewicht zulegen. Die Schneidezähne wachsen jedoch dauerhaft sehr schief, sodass sie wohl ein Leben lang auf regelmäßige Zahnarztbesuche angewiesen sein wird.
Neben den schiefwachsenden Zähnen hat Maggy Probleme mit einem aufgetriebenen Kiefer, aus dem Eiter ausgetreten ist. Da die Gefahr eines Kieferbruches bei einer Operation jedoch nicht gering wäre, wird Maggy erst einmal mit Antibiotika behandelt, wodurch das Problem hoffentlich in den Griff zu bekommen ist. Eins ist jedoch klar: Maggys Mäulchen wird wohl immer eine Baustelle bleiben.

Auch ihrem Pflegepersonal war Maggy zu Beginn sehr skeptisch gegenüber. Durch viel Ruhe hat sich das aber immer mehr gebessert – Maggy hat gelernt, dass ihr nichts passiert und sie nicht sofort wütend auf jeden losgehen muss, der sich ihr nähert.
Damit sie nicht weiter vereinsamt, darf Maggy jetzt aber erst einmal ein paar nette Herren kennen lernen. Die und ein paar liebevolle Paten, die sie auf ihrem Weg unterstützen, werden bestimmt dafür sorgen, dass es ihr bald wieder etwas besser geht!

Update 12. Dezember 2015:

  • Ihre hinteren Zähne müssen regelmäßig mitgeschliffen werden.
  • Sie hat ein "Eiterloch" im Kiefer, was regelmäßig alle 2 Wochen gespült werden muss und das schwer zu finden ist. Unsere Tierärztin vermutet, dass es nie richtig zuwachsen und irgendwann den Kiefer zerfressen wird.
  • Sie bekommt täglich ein Antibiotikum gespritzt.
  • Sie ist auf jeden Fall dominant, wenn sie erstmal aufgetaut ist. Aber durch ihre Zahnfehlstellung macht sie wenig Schaden.

Dies wird ihre Vermittlung zwar vielleicht verzögern, aber wir wollen ehrlich sein.

Update 11. September 2016:
Maggy zog heute zu einer anderen Pflegestelle in ein schönes Außengehege mit vielen anderen (Paten-)Kaninchen. Nach anfänglicher Scheu hat sie sich mittlerweile gut in die Gruppe integriert und fühlt sich trotz regelmäßigen Terminen beim Zahnarzt sichtlich wohl.

Update 1. Juni 2019:
Maggy ist inzwischen ein richtiger Profi in Sachen Zahnarztbesuche: Alle 2 Wochen werden ihre Zähne begradigt, immer wieder im Abstand von 4 Wochen muss sie dazu auch in Narkose, damit auch die hinteren Zähne korrigiert werden und die Abszesshöhle gespült werden kann. Inzwischen wurden ihr die unteren Schneidezähne gezogen und aufgrund von starker Eiterbildung musste der Kiefer von außen geöffnet werden. Doch auch diese Operation hat Maggy gut gemeistert und kommt auch ohne die Zähne sehr gut zurecht.

> Region: Meschede/NRW > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
19.07.2015