Kaninchenschutz e.V.

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Grundlagen der Kaninchenhaltung


Kaninchen sind kein Spielzeug!
Kaninchen sind lebendige Tiere mit einem eigenen Charakter, Bedürfnissen und Wünschen. Sie sind kein Spielzeug und möchten auch nicht so behandelt werden. Kaninchen mögen meist nicht gestreichelt, auf den Arm genommen oder gekuschelt werden.

Kaninchen brauchen Gesellschaft!
Kaninchen wünschen sich mindestens ein anderes Kaninchen, mit dem sie das Gehege teilen, gemeinsam fressen, sich unterhalten und kuscheln können.
Meerschweinchen sprechen übrigens eine andere Sprache und können einen Kaninchenfreund deshalb nicht ersetzen.

Kaninchen brauchen sehr viel Platz!
Zum Toben, Rennen und Haken schlagen - egal ob in der Wohnung oder draußen empfehlen wir mindestens 2 m² pro Tier und täglichen Auslauf. In einem handelsüblichen Käfig werden die Tiere traurig, fangen sich zu langweilen an und können dadurch z. B. bissig werden.
Das Gehege soll sicher vor großen Tieren wie Hunden oder Katzen sein. Deshalb muss gerade ein Außengehege von allen Seiten (auch von oben und unten) mit kaninchengeeignetem Volierendraht gesichert werden.

Kaninchen wünschen sich einen Abenteuerspielplatz im Gehege oder der Wohnung!
Tunnel zum Spielen, Kuschelplätze zum Ausruhen, Äste zum Knabbern, Sandkisten zum Buddeln und Burgen zum Erkunden wünschen sich die Langohren in ihrem Zuhause - egal ob im Außen- oder Innengehege oder bei der freien Wohnungshaltung.
Die wilden Verwandten der Kaninchen leben in Höhlen und Tunneln. Deshalb verstecken sich die Hauskaninchen besonders gern in großen Häusern und Unterschlüpfen.

Kaninchen brauchen viel Zeit – ihr ganzes Leben lang!
Sie können nicht selbst auf Futtersuche gehen und auch nicht putzen. Deshalb wünschen sich die Langohren, dass das ihr Besitzer für sie übernimmt und zwar jeden Tag, ihr ganzes Leben lang - das kann 10 Jahre und mehr betragen!

Kaninchen lieben 'Grünzeug'!
Viele Gräser, Kräuter und Blumen von der Wiese, Blätter und Äste von Bäumen – das fressen Kaninchen und ihre wilden Verwandten in der Natur am liebsten. Das alles sollte, wenn möglich, täglich frisch gepflückt und gesammelt werden. Aber auch Kräuter aus dem Laden und blättriges Gemüse (zum Beispiel Salat oder Blätter und Möhrengrün) fressen Kaninchen gerne. Frisches Heu und Wasser muss den Tieren jederzeit zur Verfügung stehen.
Das bunte Trockenfutter wie z. B. Drops, macht Kaninchen nur dick und oft sogar krank.

Auch Kaninchen müssen manchmal zum Arzt!
Kaninchen sind Weltmeister im Verstecken von Krankheiten. Deshalb müssen sie immer gut beobachtet und bei Auffälligkeiten einem kaninchenerfahrenen Tierarzt vorgestellt werden.
Bei Erkrankungen kann eine regelmäßige Medikamentengabe von 1x täglich bis hin zu 2-3x stündlich notwendig werden, verbunden mit regelmäßigen Tierarztbesuchen.

Kaninchen müssen gegen Myxomatose und RHD/RHDV-2 geimpft werden!
Einmal im Jahr müssen Kaninchen vom Tierarzt untersucht und gegen Myxomatose sowie RHD und RHDV-2 geimpft werden, egal ob sie drinnen oder draußen leben. Beide Krankheiten können bei einer Ansteckung tödlich enden und sind oft nicht zu behandeln.

Kaninchen müssen auch zur Urlaubszeit versorgt werden!
Auch wenn der Besitzer mal eine Auszeit braucht, wollen Kaninchen umsorgt werden. Daher muss man immer rechtzeitig klären, wer sich um die Tiere kümmert, wenn man selber in den Urlaub fährt.