Kaninchenschutz e.V.

HELFEN mit HERZ!

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Summe: 0,00 €

Leider sind nicht alle Tiere, die zu uns kommen und mit unserer Hilfe ein neues und dauerhaftes Kaninchenheim suchen, gesund. Einige haben Verhaltensauffälligkeiten, die eine Vermittlung erschweren. Andere wiederum haben hartnäckige oder ansteckende Krankheiten, die erst auskuriert werden müssen. Diese Tiere bleiben selbstverständlich in unseren Pflegestellen, bis sich auch für sie der passende Platz gefunden hat. Jedoch ist verständlich, dass unsere Pflege'felle' länger oder sogar sehr lange auf einen verständnisvollen neuen Möhrengeber warten. Selbstverständlich werden sie in dieser Zeit tierärztlich betreut und erhalten die Zuwendung und Aufmerksamkeit von unseren Mitgliedern, als wären es ihre eigenen Kaninchen.

Diese sehr intensive Betreuung zehrt vor allem finanziell an unseren begrenzten Mitteln. Deshalb freuen wir uns sehr, wenn die Tiere mit einer Spende oder einer Patenschaft unterstützt werden können. Entsteht Interesse an einem unserer Lieblinge, so freuen wir uns jederzeit sehr über eine Kontaktaufnahme!

Derzeit werden wir von nachfolgenden Futtershops in Form von Carepaketen für unsere Pflege'felle' und Gnadenhoftiere unterstützt. Die dort angebotenen Carepakete werden direkt an die Pflegestelle des Schützlings gesendet und enthalten Leckereien, die ganz nach dem Geschmack der Patentiere ausgewählt wurden. Über eine derartige Unterstützung, die die Tiere glücklich macht und gleichzeitig die Pflegestelle entlastet, freuen wir uns immer sehr!

     

Leonhard

männlich, kastriert, geboren circa 2016


Der kleine Leonhard kam im Juli 2019 aus einem Notfall in Mönchengladbach nach Herzogenrath zu Jacquline in seine Pflegestelle.

Er lebte sein ganzes bisheriges Leben in einem kleinen Käfig. Nun konnte er bei seinen ehemaligen Besitzern nicht mehr versorgt werden und musste dort weg. Der Umzug war für ihn das beste, was ihm passieren konnte, denn er hatte leider viele Probleme und war in einem sehr schlechten Zustand: Unkastriert, abgemagert, er konnte aufgrund von Zahnfehlstellungen nicht mehr fressen, die Zahnwurzeln waren viel zu lang, die Innenohren verschattet und voller Eiter. Auch seine Lunge ist verschattet, was auf einen heranwachsenden Tumor hinweisen könnte. Darüber hinaus sind seine Blutwerte nicht optimal. Leonhard ist also ein sehr krankes Kaninchen.

Nach einigen Tierarztbesuchen und einer Zahnsanierung konnte er immerhin wieder etwas fressen, und inzwischen wurde er auch kastriert. Er muss aber weiterhin täglich Medikamente nehmen und wird alle 4 Wochen einem Tierarzt vorgestellt zum Schleifen der Zähne und einer engmaschigen Kontrolle. Darüber hinaus steht aktuell auch noch eine Zahnoperation an, um den Eiter im Mäulchen in den Griff zu bekommen und Abszessen im Unterkiefer entgegenzuwirken.

Leonhard darf sich aber erst einmal in seiner Pflegestelle erholen und wird von Jacqueline liebevoll betreut und versorgt. Wir wünschen dem kleinen Kaninchen, dass sich sein gesundheitlicher Zustand weiter stabilisiert und er noch eine lange schöne Zeit bei Jacqueline haben kann!


Update 1. August 2019: Durch seinen so schlechten gesundheitlichen Zustand wird der kleine Leonhard sofort als Patenkaninchen im Kaninchenschutz e.V. aufgenommen. Wir hoffen sehr, dass er sich stabilisieren kann.

> Region: Herzogenrath/NRW > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
01.08.2019

Miri

weiblich, geboren circa 2015


Die kleine Miri wurde vor den Toren des Tierheims Zossen in Brandenburg im Februar 2019 zusammen mit vier anderen Kaninchen ausgesetzt.

Miri hat schlimme Zahnprobleme und wurde während der Obhut durch das Tierheim bei zwei Spezialistinnen in Berlin vorgestellt. Beide stuften sie aber als Palliativpatientin ein: eine Operation ist zu gefährlich und die Gefahr, dass dabei ihre Kiefer brechen, ist schon zu groß.

Das Tierheim Zossen meldete sich bei Miris aktueller Pflegestelle und fragte, ob Claudia Miri nicht als Gnadentier aufnehmen und sie die letzte verbleibende Zeit pflegen könne. Claudia brachte Miri zu ihrer Tierärztin, um die Art und den Umfang des Aufwands für die Pflege einschätzen zu lassen.

Die Tierärztin stellte bei ihrer Untersuchung fest, dass Miris Augen richtig hervorquellen, wenn sie Stress hat. Daraufhin wurde ihr Herz abgehört und dabei leichte Geräusche festgestellt. Neue Röntgenbilder und ein Herz-Ultraschall konnten Aufschluss bringen: Miris Herz ist oberhalb vergrößert. Die Behandlung kann jedoch gut mit Medikamenten abgedeckt werden.

Zusätzlich war in Miris Bauchraum eine Calcifizierung in Form einer Perlenkette zu sehen, die vermuten ließ, das sich eine Steinfrucht in ihr befindet, den ihr Körper nicht resorbiert hatte. Bei den mit ihr ausgesetzten Kaninchen handelte es sich um drei ihrer Kinder und deren Vater, der aber bereits seit zwei Jahren kastriert ist. Beim Ultraschall konnte der Verdacht nicht bestätigt werden, jedoch hat Miri an der Gebärmutter mehrere Verkalkungen und auch Zysten. Da Miri stark unter Hormonschwankungen leidet und dauerscheinschwanger ist, muss hier bald die Kastration erfolgen.

Die Auswertung der Röntgenbilder des Kopfes zeigte vorhandene Zahnabszesse mit einigen Durchbrüchen der Knochen bis hin zur Nase. Und in der Thoraxaufnahme ist deutlich zu sehen, dass Miri Spondylose hat, ein Wirbel hat bereits eine Absplitterung.

Claudia kümmerte sich intensiv um die kleine Miri und versorgte sie rund um die Uhr. Der Kontrolltermin bei ihrer Tierärztin einige Tage später zeigte bereits, dass die Behandlungen und die gute Ernährung anschlugen: Miri hat schon an Gewicht zugenommen, und auch ihre Zahnstrukturen verändern sich langsam positiv. Sie nimmt ohne Murren ihre Medikamente und fühlt sich in der Kaninchengruppe richtig wohl.

Wieviel Zeit Miri bleibt, ist ungewiss. Inzwischen ist Miris Tierärztin aber hoffnungsvoller, da die Medikamente so gut anschlagen. Jeden Monat fährt Miri zum Tierarzt zur Behandlung und Kontrolle und sobald es nach dem heißen Sommer etwas kühler wird, erfolgt die Kastration.

Wir hoffen, dass sich die kleine Miri weiter schnell erholt und stabilisiert und wünschen ihr Alles Gute!

> Region: Ludwigsfelde / Brandenburg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
01.08.2019

Mailo

männlich, kastriert, geboren circa 2014


Mailo kam mit etwa fünf Jahren in eine der Pflegestellen des Kaninchenschutz e.V., nachdem eines unserer Mitglieder ihn in den Kleinanzeigen entdeckt hatte. Das war Mailos Glückstag, denn bis dahin hatte er in einem kleinen Käfig gelebt – und zwar ganz alleine, die ganzen Jahre über.

Doch die Einsamkeit und der wenige Platz zum Hoppeln waren nicht das einzige Problem für Mailo. Auch sein gesundheitlicher Zustand war alles andere als gut. Wohl aufgrund eines Gendefektes wachsen seine Zähne sehr schnell. Außerdem stehen sie sehr schief und nutzen sich nicht richtig ab. Als Mailo in seine Pflegestelle kam, guckten seine Schneidezähne deutlich aus seinem Mäulchen heraus und das Fressen war alles andere als einfach für ihn.

Doch noch viel schlimmer als die problematische Stellung der Zähne war ein Abszess unterhalb des Ohres. Dies war schon bei Mailos Aufnahme deutlich zu merken. Als der Abszess herausoperiert werden sollte, musste seine Tierärztin jedoch feststellen, dass er sich über kleine Kanäle in viele kleine Abszesse aufgespalten hatte. Außerdem lag der Ursprung direkt an einer Hauptschlagader, was die Operation deutlich erschwert hat.

Doch Mailo hat die schwere Operation und die damit einhergehenden Schmerzen gut überstanden und jeden Tag gezeigt: Er ist ein wahrer Kämpfer! Inzwischen wächst die Abszesswunde bereits wieder zu. Es bleibt zu hoffen, dass der Abszess trotz der großen Streuung nicht wieder kommt.

Nach dieser Behandlung steht für Mail aber noch einiges an. Die größte Priorität haben seine Impfung und Kastration, damit er endlich lernen darf, was es bedeutet, in Kaninchen-Gesellschaft leben zu dürfen. Schon jetzt zeigt Mailo, dass er extrem lebenslustig ist! Er genießt vor allem die Zeit, die er im Gartenauslauf verbringen kann. Wenn dann noch ein anderes Langohr an seiner Seite sein darf, wird er sicherlich noch mehr aufblühen.

Aber bis dahin muss Mailo erst einmal weiter sehr tapfer sein. Und auch danach wird das Leben für Mailo nicht einfach, denn die Zahnprobleme werden bleiben. Seine Schneidezähne sollen langfristig gezogen werden, da sie so schnell wachsen, dass sie mehr Probleme machen, als ihm das Fressen zu erleichtern. Außerdem wurden schlechte Leberwerte festgestellt - auch das muss natürlich gut im Blick behalten und entsprechend behandelt werden.

Um diesen weiteren Weg so wacker durchzustehen, wie die bisherige Zeit, wünscht Mailo sich Paten, die ihn unterstützen und an ihn denken.

> Region: Schleswig-Holstein > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
01.07.2019

Ben

männlich, kastriert, geboren ca. Juni 2016


Ben kam im Februar 2019 zusammen mit Holly aus einem großen Notfall in Hunsrück als Pflegetier zu uns ins Sauerland.

In diesem Notfall war durch den Besitzer eine Versorgung der Tiere nicht mehr gewährleistet, was leider auch viele tote Tiere mit sich brachte. Mit Ben gab es Holly - für sie kam leider unsere Hilfe zu spät, Holly musste trotz aller Bemühungen etwa 2 Wochen nach ihrer Rettung eingeschläfert werden.

Auch Ben war in einem äußerst schlechten, kritischen Zustand. Er war extrem panisch, hatte verklebte Augen und zeigte deutliche Atemgeräusche. Auf dem Röntgenbild war eine verdichtete Lunge zu sehen, was auf eine Lungenentzündung schließen ließ, zudem ist die Lunge mit einem Lungenpilz behaftet. Die Blutuntersuchung machte eine deutliche Anämie sichtbar, des Weiteren wurde eine Entkalzifizierung der Knochen festgestellt - eine Folge von Mangelernährung in seinem vorherigen Zuhause.

Ben musste schon mehrfach dem Tierarzt vorgestellt werden, und auch in der Zukunft werden weitere Tierarztbesuche notwendig sein.

Seit Ostern 2019 ist Ben ein Pflegefellchen des Kaninchenschutz e.V. - und er würde sich über viele Paten freuen, die ihn auf seinem weiteren Weg unterstützen.

Update 1. Juni 2019:
Ben ist unser "Patenkaninchen des Monats Juni 2019"!

Update 2. Juni 2019:
Ben hat seit einigen Wochen eine Freundin: Kaninchendame Missy leistet ihm nun Gesellschaft. Auch seine gesundheitlichen Probleme sind deutlich besser geworden. Er ist sehr viel munterer geworden und genießt vor allem den Auslauf im Garten sehr.

> Region: Meschede/NRW > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
20.04.2019

Schnuff

weiblich, geboren ca. 2014


Schnuff wurde im Juni 2018 aus einem großen Notfall in Dresden mit über 120 Kaninchen gerettet.

Viele Tiere waren gesundheitlich angeschlagen, so auch Schnuff: Ihre Augen waren vereitert, der Tränennasenkanal ist auf beiden Seiten nicht durchgängig. Sie war tragend, aber ihre Föten sind abgestorben und die Gebärmutter musste entfernt werden.

Bei der Operation wurden auch Eiterzähne entdeckt. Nach inzwischen insgesamt 3 Operationen hat sie links oben und unten keine Zähne mehr. Leider leidet Schnuff auch unter Arthrose und Spondylose. Sie hat dadurch Probleme mit der Motorik und ihr Hoppeln ist ziemlich unrund. Ihr Herz ist auch angegriffen und muss regelmäßig kontrolliert werden.

Trotz all der Erkrankungen ist Schnuff eine große Kämpferin. In Tomte Tummetott und Hedda hat sie inzwischen tolle Freunde gefunden.

In ihrer Pflegestelle genießt sie jetzt endlich ein richtiges Kaninchenleben mit ganz viel Kuscheln.

Update 19. Dezember 2018:
Durch ihren schlechten Gesundheitszustand wird Schnuff noch eine sehr lange Zeit medizinisch betreut werden müssen. Sie erhält daher den Kaninchenschutz-Status, so dass die Kosten für ihre medizinische Versorgung bei Astrid weiterhin übernommen werden. Wir wünschen der kleinen Schnuff alles Gute!

Update 1. Juni 2019:
Schnuff kämpft immer wieder mit Infekten, die dann Appetitlosigkeit verursachen. Ihre Lunge ist durch die frühere schlechte Haltung geschädigt. Die Spondylose ist leider weiter fortgeschritten. Das wird alles entsprechend medikamentell behandelt und ihr Immunsystem entsprechend gestärkt. Hedda und Tomte putzen liebevoll die ständig tränenden Augen von Schnuff. Wir hoffen sehr, dass sich Schnuffs Zustand etwas stabilisiert!

> Region: Mühlacker/Baden-Württemberg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
05.01.2019

Schlappi

männlich, 1. Januar 2018


Anfang Dezember 2018 erhielten wir den Notfallanruf von Schlappis behandelnder Tierärztin: Der kleine, erst 11 Monate alte Widder wurde von seinen Besitzern mit einem großen Kieferabszess in der Tierarztpraxis mit dem Wunsch zum Einschläfern abgegeben, da sich seine Besitzer nicht mehr ausreichend um ihn kümmern konnten. Er hatte bereits ein trauriges Schicksal: Ein großer Kieferabszess musste dringend behandelt werden, und Schlappis bisherige, ebenso junge Partnerin wurde im gemeinsamen Gehege Opfer eines Marderangriffs. Schlappi hatte Glück gehabt, er wurde vom Marder verschont und bekam eine neue Partnerin. Seine Besitzer wollten jedoch nun die Kosten der Behandlung seines Kieferabszesses nicht mehr übernehmen, und so gaben sie den kranken Schlappi in der Tierarztpraxis ab. Aber Schlappi ist munter und fröhlich und bemüht sich auch, zu fressen – die Tierärztin und wir sahen für Schlappi eine Chance. Er erhielt von uns die Zusage für seine medizinische Versorgung und durfte in seine Pflegestelle zu Silke ziehen, sein Abszess sollte in einer aufwendigen Operation einige Tage später entfernt werden.

Schlappi hatte doppeltes Glück: Noch vor der Operation wurde auch seine bisherige Partnerin an Silke übergeben. Es war eine riesige Freude für den kleinen Schlappi, als seine Freundin zu ihm gebracht wurde und nun dauerhaft zu ihm ziehen darf! Man sah ihm an, wie glücklich er war – und auch für Silke war es wunderschön, die Freude der beiden Kaninchen zu sehen.

Einige Tage später stand für Schlappi jedoch erst einmal die Entfernung des Abszesses an. Die Operation war schwieriger und sein Zustand schlimmer als erwartet – seine komplette untere rechte Zahnreihe musste mit dem Abszess entfernt werden, und auch sein Kieferknochen hat sich schon weitgehend aufgelöst. Fast täglich musste er in den Folgetagen zum Tierarzt. Aber der kleine Schlappi ist unglaublich tapfer. Geduldig erträgt er jede Behandlung, nimmt alle Medikamente und lässt sich mit seinem Päppelbrei füttern.

Am 1. Januar 2019 wurde er 1 Jahr alt. Schlappi zeigt eindeutig, dass er leben will – und er wird leben! Sein Weg ist jedoch noch steinig und lang, daher haben wir den kleinen Widder noch im Dezember als Vereinstier aufgenommen und ihm den „Kaninchenschutz-Status“ für die Dauer seiner medizinischen Versorgung zugesichert, so dass er weiterhin in seiner Pflegestelle versorgt werden kann. Die Kosten der notwendigen tierärztlichen Behandlung übernimmt damit der Kaninchenschutz e.V. vollständig für Schlappi.

Schlappi, gib nicht auf, kämpfe und schau, was das Leben Schönes für dich bereithält!

Update 18. Dezember 2018:
Schlappi wird noch lange eine intensive medizinische Betreuung benötigen. Er erhält daher den Kaninchenschutz-Status, so dass die Kosten für seine medizinische Versorgung bei Silke weiterhin übernommen werden. Wir wünschen dem kleinen Schlappi alles Gute!

Update 1. Juni 2019:
In den letzten Monaten musste Schlappi einige Tierarztbesuche über sich ergehen lassen: Weitere Zähne mussten gezogen werden, und durch einen entstandenen Durchgang zwischen Maul- und Nasenhöhle entstand viel Eiter. Schlappi musste erneut in Narkose gelegt werden und die Wunde dann lange Zeit sehr regelmäßig gespült werden. Auch seine Ohren saßen zwischenzeitlich mit Eiter zu. Doch Schlappi hat sich als wahrer „Super-Schlappi“ gezeigt und trotz der ganzen Strapazen immer weiter gekämpft und fleißig gefressen. So hat er deutlich an Gewicht zugelegt und genießt jetzt den Frühling im Garten zusammen mit seiner Freundin Fiene. Den regelmäßigen Besuch beim Tierarzt zum Kürzen der Zähne erduldet er brav, um sich danach direkt wieder auf sein Futter zu stürzen.

> Region: Altengörs / Schleswig-Holstein > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
05.01.2019

PEER MÜCKE

MÄNNLICH, GEBOREN CA. FRÜHJAHR 2017


Der kleine Widder Peer Mücke zog im Juni 2018 in seiner Pflegestelle bei Claudia S. ein. Zusammen mit Kläuschen stammt er aus einem Privathaushalt, in dem er sein gesamtes bisheriges Leben in einem winzigen Käfig verbracht hatte.

Peer Mücke ist etwa 1,5 Jahre alt und leidet unter einer starken chronischen Erkrankung, die dringend eine tierärztliche Versorgung erforderlich machte. Da Peers bisherige Besitzer mit seiner Pflege überfordert waren, baten sie um Hilfe.

Direkt nach seinem Einzug musste Peer aufgrund eines großen Kieferabszesses operiert werden. Die Beule war auf der betroffenen Kieferseite deutlich zu sehen, sie ging leider beim Anfassen spürbar unter dem Kiefer auch auf der anderen Seite weiter. Die Chance, dass der kleine Peer die zweistündige Operation überlebte, standen nur 50:50. Peer erhielt durch seinen kritischen Gesundheitszustand sofort vom Vorstand des Kaninchenschutzes e.V. die Notfallerstversorgung und seine Pflegestelle Claudia damit die Kostenübernahme für die notwendige tierärztliche Versorgung.

Mit großem Glück überlebte Peer die Operation. Leider wurden dabei jedoch weitere dramatische Probleme bekannt: Neben dem Kieferabszess leidet Peer unter großen Zahnproblemen. Die oberen Schneidezähne rollen sich in das Mäulchen ein und stehen versetzt zu den unteren, geradeaus hochwachsenden Zähnen. Ein bereits abgebrochener Schneidezahn wurde direkt während der Operation gezogen, von dessen Zahnwurzel gab es bereits eine Verbindung zum Kieferabszess. Links unten hat Peer damit nun gar keine Zähne mehr. Sein Kiefer hielt, ist aber stark verknöchert.

Peer hatte nach der Operation eine riesige, zweigeteilte Wunde - eine Knochenbrücke. Seine Kieferstabilität ist weiterhin extrem gefährdet, so dass Claudia die Wunde äußerst vorsichtig versorgen muss.

Peers gesundheitliche Prognose ist leider nicht gut. Durch die bisher nicht fachgerechte Behandlung ist wertvolle Zeit verstrichen. Der kleine Peer wird dauerhaft in Behandlung bleiben müssen, seine Zahnprobleme werden früher oder später wieder für Abszesse sorgen, zumal auch im Oberkiefer die Zahnwurzeln eng beieinanderstehen. Wenn Peer Glück hat, passiert das erst in zwei Jahren, mit Pech bereits in 6 Monaten. Aufgrund Peers Kieferinstabilität wird der dann auftretende Abszess nicht mehr operabel sein.

Doch Peer hatte kein Glück. Bereits zwei Wochen nach der großen Operation entwickelte sich innerhalb von wenigen Tagen unter seiner Zunge zur anderen Seite hin ein neuer Abszess. Trotz der geringen Überlebenschancen versuchte die Tierärztin die riskante Operation. Würde es sich jedoch um einen Weichteilabszess ohne Zugang nach außen handeln, würde die Tierätzin Peer schlafen und nicht mehr aus der Narkose aufwachen lassen. Die Operation wurde ein paar Tage nach dem Tierarztbesuch angesetzt.

Um Peer bis dahin noch ein möglichst kaninchengerechtes Leben zu ermöglichen, beschloss Claudia, ihn in den nächsten Tagen stundenweise bei angenehmen Temperaturen im Gartenauslauf auf die Wiese zu setzen und ihn dort hoppeln zu lassen. Peer hatte in seinem Leben 18 Monate lang nur die Enge eines Käfigs kennengelernt - und seine Lebenszeit wäre vermutlich in ganz wenigen Tagen zu Ende. Wenigstens einmal in seinem Leben sollte er Gras unter seinen Pfötchen spüren und nach Herzenslust hoppeln können.

Peer war zunächst von der großen Fläche in seinem Freigehege völlig überfordert - dann aber sprang er herum, schlug voller Lebensfreude Häkchen, machte Luftsprünge und knabberte Wiese! Es war wunderschön zu beobachten. Peer ist absolut zutraulich und anschmiegsam und lief Claudia immer wieder hinterher, wenn er schmusen wollte. Claudia ging auf ihn ein und versuchte, ihm bis zu seiner Operation einfach jeden Tag viel schöne Zeit zu verschaffen.

Wieder schaffte Peer, was selbst seine Tierärztin kaum geglaubt hatte: Er überlebte auch diese zweite Operation. Auch wenn er nun unten keine Schneidezähne mehr hat und sein Kiefer absolut instabil ist - sein Lebenswillen ist stärker. Und bei Claudia darf er weiterhin jeden Tag seine geliebte Wiese genießen, solange das möglich ist.

Außerdem wurde Peer mit Malte und Schorschi vergesellschaftet. Am Anfang schwankte Peer zwar zwischen Panik und dem Wunsch zum Kuscheln, aber schon nach kurzer Zeit ging er neugierig zu den beiden entspannt liegenden Kaninchen hin und kuschelte sich an sie. Dann klopfte und fiepte er zwar und rannte weg - aber schnell gewöhnten sich alle drei aneinander. Der tapfere kleine Peer wirkt unglaublich fröhlich und neugierig, nicht mehr traurig, und sucht immer wieder die Nähe der beiden ruhigen anderen. Schorschi darf ihm dann das Köpfchen putzen - und der schmusebedürftige Peer genießt das sehr.

Update 6. Juli 2018:
Durch seinen extrem kritischen Gesundheitszustand und die leider sehr schlechte Prognose erhielt Peer Mücke im Juli 2018 den Kaninchenschutz-Status, so dass die Kosten für seine medizinische Versorgung bei Claudia weiterhin übernommen werden. Wir wünschen dem kleinen Peer Mücke noch eine möglichst lange Zeit voller Lebensfreude auf seiner Wiese!

Update 1. August 2018:
Peer ist unser "Patenkaninchen des Monats August 2018"!

> Region: Ludwigsfelde / Brandenburg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
07.07.2018

Kläuschen

MÄNNLICH, GEBOREN CA. FRÜHJAHR 2017


Kläuschen ist ein kleines, zartes Kaninchen von nur 1,3 kg. Er stammt aus demselben Privathaushalt wie Peer Mücke; zusammen mit Peer verbrachte er dort sein gesamtes bisheriges Leben in einem winzigen Käfig von 80 cm.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme in seine Pflegestelle zu Claudia S. kämpfte Kläuschen bereits einige Wochen lang mit einem Kieferabszess im Oberkiefer mit Beteiligung des Tränennasenkanals. Er hat einen Schiefstand der Schneidezähne, die regelmäßig gekürzt werden müssen, außerdem schlimme Zahnwurzeln, die ebenfalls regelmäßig kontrolliert werden müssen, um bei nicht zu verhindernden neu entstehenden Abszessen schnell reagieren zu können. Kläuschen aktiver Abszess hat sich bereits verknöchert und ist damit leider nicht mehr operabel. Einige Monate zuvor hätte Kläuschen noch behandelt werden können - heute das leider nicht mehr möglich. Kläuschen muss daher lebenslang mit Antibiotika behandelt werden, außerdem antibiotikahaltigen Augentropfen. Hinzu kommen wöchentliche Spülungen des Trännennasenkanals, um den Eiter aus dem Abszess herauszuspülen.

In seiner Pflegestelle bei Claudia lernte Kläuschen das erste Mal in seinem Leben eine Wiese und für ihn fast unbegrenzten Auslauf kennen. Zuerst war die unbekannte Fläche für ihn so riesig, dass er sich gar nicht zu hoppeln traute. Dann aber genoss er seine Freiheit und den vielen Platz: Voller Freude schlug er Häkchen und flitzte durch das grüne Gras, und voller Lebensfreude entdeckte er neugierig seine Umgebung.

Inzwischen erholt sich das tapfere Kläuschen durch die gute Versorgung bei Claudia immer mehr und genießt den Sommer mit viel Auslauf im Garten und einer riesigen Kräuterwiese.

Durch seinen dennoch dauerhaften sehr schlechten Gesundheitszustand erhielt Kläuschen im Juli 2018 den Kaninchenschutz-Status. Wir wünschen ihm, dass sich seine Gesundheit bei Claudia hoffentlich weiter stabilisieren kann!

> Region: Ludwigsfelde / Brandenburg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
06.07.2018

Tobi

TOBI, ALTER UNBEKANNT


Tobi ist ein kleines Notfellchen mit ganz großen Problemen.

Ende Januar 2018 erfuhr Susanne von dem Kleinen - und durch seinen kritischen Zustand konnte er sofort in seine Pflegestelle ziehen. Der kleine Tobi wog 850 g und musste alle 2 bis 3 Stunden gefüttert werden, selbstständig konnte er nicht (mehr) fressen.

Er hat ein extrem stuftiges Gebiss mit massiven Zahnspitzen, die im Mäulchen schon jede Menge Entzündungen verursacht haben, die Zunge und die Backe sind teilweise richtig aufgeschlizt. Ein Backenzahn war am Wackeln. Tobis Schneidezähne sind allgemein zu lang und weisen Anzeichen von zu viel Druck auf. Die Stiftzähne wachsen nach innen.

Auch Rachen und Luftröhre weisen massive Entzündungszeichen auf. Der Tränenkanal auf der rechten Seite war völlig zugeschwollen.

Tobi erhielt sofort vom Kaninchenschutz die Notfallerstversorgung, um sich bei Susanne erst einmal erholen zu können. Dennoch waren die ersten Tage sehr schwierig, da der kleine Tobi lange nicht richtig fressen wollte.

Nach zwei Wochen endlich gab es dann die erste Erleichterung: Tobi fraß selbstständig und gerne - und er hatte schon richtig zugenommen: 1080 g wog der Kleine zwei Wochen nach seiner Aufnahme bei Susanne!

Update 6. März 2018:
Der kleine Tobi erholt sich bei Susanne weiter ganz toll und tobt glücklich in der ersten warmen Frühlingssonne in Susannes Garten.

Update 21. März 2018:
Der Termin beim Zahntierarzt ergab keine guten Nachrichten. Tobis Schneidezähne sind ja alle schief, und durch den Druck sind die Wurzeln zu weit zum Knochen gedrückt worden. Dadurch entstand auch die Verengung im Tränenkanal. Leider wird Tobi mit dieser Diagnose dauerhaft ein Zahnkaninchen bleiben.

Update 31. März 2018:
Tobi erhält vom Kaninchenschutz den Kaninchenschutz-Status. Wir drücken dem kleinen Tobi weiter alle Daumen, dass er sich bei Susanne weiter erholen kann!

Update 1. Juni 2019:
Leider hat sich, vermutlich durch die generell schlechte Situation der Zähne im Mäulchen, bei Tobi im Mai ein Abszess gebildet. Dieser musste operiert werden und Tobi hat länger gebraucht, um wieder richtig auf die Beine zu kommen. Auch wurde bei der Narkose festgestellt, dass sich seine Zähne weiter verschlechtert haben, sodass der Abstand zum Zähnekürzen für Tobi verringert werden musste.

> Region: Meschede/NRW > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
02.04.2018

Malte

MÄNNLICH, GEBOREN CA. 2013


Malte ist ein kleines Notfellchen, das über eine Tierärztin in die Fürsorge seiner Pflegestelle kam: Malte wog im vergangenen Jahr normale 2 kg. Über viele Monate wurde er so vernachlässigt, bis sein Gewicht nur noch 800 g betrug und er fast verhungert war.

Malte ist ein Intensivpflegetier und wird von Claudia rund um die Uhr betreut und vor allen Dingen mit Futter versorgt. Festes Futter konnte er zunächst nicht fressen, schlabbert aber Päppelbrei sofort aus der Spritze weg. Wir freuen uns jeden Tag, wenn er ein wenig zunimmt - aber sein Gesundheitszustand ist noch immer sehr kritisch.

Malte hat viele gesundheitliche Probleme: Er hat massiv veränderte Zähne incl. Zahnspitzen und sich damit eine eigenartige Kautechnik angewöhnt, so dass sich seine Zunge eigenartig im Mäulchen verdreht, um den Zahnspitzen aus dem Weg zu gehen.

Er hat einen entzündeten Tränennasenkanal, stark entzündete Ohren, struppiges Fell, wunde Pfötchen, massiven Milbenbefall, starke Rückenschmerzen und einen alten Bruch an der linken Hüfte, der in seinem geschwächten Zustand kaum heilen konnte. Sein kleiner Körper hat alles verfügbare Calcium aus den Knochen aufgebraucht, um während der Hungerzeit die Organfunktionen weitgehend aufrecht zu erhalten.

Aber Malte ist ein kleiner Kämpfer. Trotz aller Medikamente legt sich immer öfter entspannt hin, wenn Claudia zu ihm kommt, macht sein Köpfchen sofort platt, schließt die Augen beim Streicheln und genießt die liebevolle Fürsorge.

Update 22.02.2018:
Aufgrund seines kritischen Gesundheitszustandes hat Malte direkt vom Verein den Kaninchenschutz-Status erhalten. Wir wünschen ihm, dass er sich bei Claudia hoffentlich schnell erholen kann!

Update 08.03.2018:
Nach 4,5 Wochen intensiver Pflege hat Malte sein Gewicht schon wieder verdoppeln können und wiegt nun 1.670 g! Wir freuen uns sehr, dass es ihm inzwischen sehr viel besser geht, auch wenn er noch immer eine intensive Behandlung braucht.

> Region: Ludwigsfelde / Brandenburg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
08.03.2018

Ella

WEIBLICH, ALTER UNBEKANNT


Ella kommt aus einer Beschlagnahmung von 123 Kaninchen, einem sogenannten Animalhoarding Notfall.

Ihr Fell ist struppig, sie ist Schnupferin, hat ein entzündetes Auge, Durchfall und ein Gesäuge voller Milch, was bedeutet, dass sie erst vor kurzer Zeit Babys zur Welt gebracht hat.

Der erste Tierarztbesuch ergab, dass die Kleine ein Stufengebiss hat, ihr Tränennasenkanal verstopft war, wodurch aller Wahrscheinlichkeit nach der Schnupfen und die Niesattacken ausgelöst wurden. Ella wurde in Narkose gelegt, das Stufengebiss korrigiert und der Tränennasenkanl gespült. Die Milch in der Gesäugeleiste ging auch zurück.

Leider ging es Ella wenige Tage später nicht gut, sie mochte nicht fressen, saß komisch da, und die Gesäugeleiste fühlte sich hart an. Ein Notfalltermin beim Tierarzt am Wochenende zeigte Auffälligkeiten bei den Entzündungswerten, und am Steiß wurde ein Abszess festgestellt. Ella musste leider ganz schnell operiert werden.

Der Abszess war überall und hatte bereits über die gesamte Gesäugeleiste, die Oberschenkel und im Abdomen Gänge gebildet. Über 40 Klammern wurden benötigt, um die gesamte Wunde zu verschließen. Ella darf vorerst nur auf wenig Platz leben, da die Haut zu sehr spannt und ni cht aufplatzen darf.

Die Kontrolltermine beim Tierarzt verliefen gut, die Wundheilung verläuft bisher ohne Probleme, und Ella erträgt alles ganz tapfer.

Ella freut sich über Paten, die sie auf ihrem Weg begleiten und Daumen drücken, dass Ella wieder richtig gut auf die Beine kommt!


Update 8. September 2017:
Seit heute hat Ella KS-Status


Update 1. Oktober 2017:
Ella ist unser Patentier des Monats Oktober !


Update 1. Juni 2019:
Ella genießt inzwischen ihr Leben als Kaninchenschutz-Schützling in guter Gesellschaft von 3 weiteren Vereins-Schützlingen. Ihre größten Probleme sind ihr chronischer Schnupfen, der immer wieder auftritt – phasenweise hat sie sehr damit zu kämpfen. Auch ihre Zähne müssen regelmäßig kontrolliert und korrigiert werden. Außerdem hatte sie eine Zeit lang Probleme mit den Ohren, die sehr verstopft waren – mit entsprechenden Tropfen ließ sich das aber zum Glück lösen.

> Region: Meschede/NRW > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
15.10.2017

Franz Fluse

MÄNNLICH, KASTRIERT, ALTER UNBEKANNT


Franz Fluse wurde als letztes von über 30 Kaninchen aus einem Animal-Hoarding-Notfall in Leipzig befreit.

Die für den Einsatz zuständige Tierärztin wollte ihn euthanasieren, aber ein aktives Mitglied des Kaninchenschutz e.V. blieb hartnäckig.

So konnte der arme Kerl dann Mitte Januar 2016 endlich in eine kompetente Pflegestelle nach Berlin ziehen.

Sein Anblick versetzte seiner neue Pflegemutti dann einen großen Schreck: viel zu dünn, der Kopf stark verdreht, das Fell im Gesichtsbereich stark verklebt, die Augen vereitert und alles wurde begleitet von einem üblen Gestank.

In seinem neuen Heim angekommen, bezog Franz sein kleines Reich und die komplette Medikamentenbehandlung gegen Encephalitozoon cuniculi wurde gestartet.

Der Kleine sollte erst einmal zur Ruhe kommen und die Medikamente einen ersten Wirkstoffpegel aufbauen, bevor er dem Stress eines sofortigen Tierarztbesuches ausgesetzt wird.

Der kleine Fluse zeigte von Beginn an einen enormen Lebenswillen … und einen gesegneten Appetit. Dies brachte ihm schnell den Beinamen „Raupe Nimmersatt“ ein.

Der erste Tierarztbesuch zwei Tage nach seiner Ankunft brachte folgende Diagnosen zum Vorschein:

  • Hefen und Milben waren im Gepäck
  • der Tränen-Nasen-Kanal ist stark vereitert
  • Augen beidseits vereitert, das nach ober neigende Auge schlimmer betroffen
  • stark entzündete Haut unter dem verklebten Fell im Gesichtsbereich
  • linksseitige, eitrige Mittelohrentzündung

Nun musste der Tapferling ganz viele Medikamentengaben über sich ergehen lassen und wurde darin mit der Zeit immer cooler.

Unter der guten Pflege von seinem Personal stabilisierte sich Franz zunehmend und konnte Anfang Februar ein kleines, gepolstertes Gehege beziehen.

Allen Zweifeln zum Trotz ist er mit dieser Situation überhaupt nicht überfordert. Er markiert alles fleißig und versprüht somit seinen unverkennbaren „Duft“. Der Kleine war nämlich noch unkastriert, und bedingt durch seinen Allgemeinzustand war eine Kastration vorerst nicht durchführbar.

Da Franz lange unbehandelt war, ist davon auszugehen, dass seine Kopfschiefhaltung bleibt. Dies schränkt ihn aber derzeit kaum ein und die Hoffnung bleibt, dass es vielleicht doch noch besser wird. Als Begleiterscheinung des E.C.-Ausbruchs liegt bei Franz noch eine Nierenschädigung vor, die nun ebenfalls medikamentös behandelt wird.

Anfang März 2016 hatte sich Franz Fluse soweit stabilisiert, dass die Kastration durchgeführt werden konnte. Den Eingriff sowie die Narkose hatte er so gut verkraftet, dass er abends schon wieder nach Hause durfte.

Jetzt hofft seine Pflegemama, dass der kleine Fluse mit dem Absinken des Testosterons nicht mehr ganz so viel markiert und müffelt.

Durch die Kastration konnte Franz kurze Zeit später auch Gesellschaft bekommen - er lebt jetzt mit Patenkaninchen Nikolas sowie Kaninchendame Marie zusammen.

Da er weiterhin regelmäßig behandelt werden muss, hofft er auf die Unterstützung von vielen Paten.

Update 1. Juni 2019:
Franz Fluse ist ein munterer tapferer Kerl - obwohl seine Augen durch seine verstopften Tränen-Nasen-Kanäle oft Probleme machen und das unten liegende Auge sich oft entzündet. Auch seine Ohren müssen regelmäßig gereinigt werden. Er erhält täglich Schmerzmittel, da die Halswirbel aufgrund seiner Kopfschiefhaltung stark abgenutzt sind. Aber er erfreut sich des Lebens und zusammen mit seinen Damen Nalanie und besonders Marie hat er jeden Tag Unsinn im Kopf. Wir drücken dem kleinen Franz Fluse weiter alle Daumen!

> Region: Berlin > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
17.04.2016

Horst

MÄNNLICH, KASTRIERT, ALTER UNBEKANNT


Horst wurde am 25.05.2015 mit 36 anderen Kaninchen von aktiven Mitgliedern des Kaninchenschutz e.V. im Rahmen einen Notfalls gerettet, da die Kaninchen von ihrer ehemaligen Besitzerin zurück gelassen wurden und sich nun selbst überlassen waren. Die Kaninchen waren nicht kastriert und konnten sich somit unkontrolliert vermehren. Dies zog leider auch Ratten an, so dass die meisten frisch geborenen Kaninchenwelpen aufgefressen wurden.

Alle Kaninchen waren in einem schlechten Zustand. Noch am selben Tag reiste Horst mit seinem Kumpel Helmut, der ebenfalls aus dem Notfall stammt, nach Berlin in seine Pflegestelle.

Der erste Tierarztcheck bestätigte die bereits deutlich sichtbaren Baustellen: Kaninchensyphilis, einen stark entzündeten Hoden, Fell- und Darmparasiten, Hornhautverletzungen, überlange Krallen und dadurch bedingt Krallenballendeformationen. Zudem wurde eine schlechte Zahnstruktur festgestellt sowie der schlechten Ernährungszustand mit Rohfasermangel bestätigt. Horst hatte nämlich ganz schlimm angeknabbertes Fell, vor Hunger und Rohfasermangel fressen sich die Tiere dann gegenseitig das Fell ab.

Das alles bedeutete eine Menge Medikamente für den kleinen Kerl sowie engmaschige Betreuung und Tierarztbehandlungen.

Die Medikation schlug gut an, und so konnte bei einer Stabilisierung des Allgemeinzustandes am 09.06.2015 die Kastration durchgeführt werden, die komplikationslos verlief. Während der Narkose wurde dann ein Kopfröntgen aufgrund der Zahnproblematik durchgeführt. Dies zeigte Auffälligkeiten an den Schädelknochen und somit wurde eine Ganzkörperröntgenaufnahme durchgeführt. Die Bilder zeigten Entzündungen in den Knochen/Gelenken und einen schlechten Mineralisierungsgrad aufgrund der Mangelernährung.

Da Horst auf Grund der ehemaligen schlimmen Haltung dauerhaft mit gesundheitlichen Einschränkungen leben muss und engmaschige Tierarztkontrollen/ -behandlungen nötig sind, wurde er am 17.08.2015 ein Patenkaninchen des Vereins.

Er darf sich nun dauerhaft von seinem Pflegepersonal verwöhnen lassen und mit Kumpel Helmut zusammenleben. Beide leben mittlerweile in Außenhaltung.


Update 1. Juni 2019:
Am Nikolaustag 2018 musste sich Horst von seinem langjährigen Kumpel Helmut verabschieden, dessen Kräfte leider zu Ende waren. Gott sei Dank hat es Horst einigermaßen verkraftet und hatte nur einen kleinen Syphilis-Schub zwischendurch. Inzwischen lebt seine ehemalige Nachbarin Elli bei ihm und Horst ist wieder glücklich. Besonders im Sommer hatte er immer arge Probleme mit kahlen Stellen im Fell, weil die Nebenniere nicht richtig funktioniert. Durch einen Hormonchip konnte das aber korrigiert werden und sein Fell strahlt inzwischen regelrecht, wie ein kleiner Schneeball.

> Region: Berlin > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
01.11.2015