Kaninchenschutz e.V.

HELFEN mit HERZ!

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Leider sind nicht alle Tiere, die zu uns kommen und mit unserer Hilfe ein neues und dauerhaftes Kaninchenheim suchen, gesund. Einige haben Verhaltensauffälligkeiten, die eine Vermittlung erschweren. Andere wiederum haben hartnäckige oder ansteckende Krankheiten, die erst auskuriert werden müssen. Diese Tiere bleiben selbstverständlich in unseren Pflegestellen, bis sich auch für sie der passende Platz gefunden hat. Jedoch ist verständlich, dass unsere Pflege'felle' länger oder sogar sehr lange auf einen verständnisvollen neuen Möhrengeber warten. Selbstverständlich werden sie in dieser Zeit tierärztlich betreut und erhalten die Zuwendung und Aufmerksamkeit von unseren Mitgliedern, als wären es ihre eigenen Kaninchen.

Diese sehr intensive Betreuung zehrt vor allem finanziell an unseren begrenzten Mitteln. Deshalb freuen wir uns sehr, wenn die Tiere mit einer Spende oder einer Patenschaft unterstützt werden können. Entsteht Interesse an einem unserer Lieblinge, so freuen wir uns jederzeit sehr über eine Kontaktaufnahme!

Derzeit werden wir von nachfolgenden Futtershops in Form von Carepaketen für unsere Pflege'felle' und Gnadenhoftiere unterstützt. Die dort angebotenen Carepakete werden direkt an die Pflegestelle des Schützlings gesendet und enthalten Leckereien, die ganz nach dem Geschmack der Patentiere ausgewählt wurden. Über eine derartige Unterstützung, die die Tiere glücklich macht und gleichzeitig die Pflegestelle entlastet, freuen wir uns immer sehr!

     

PEER MÜCKE

MÄNNLICH, GEBOREN CA. FRÜHJAHR 2017


Der kleine Widder Peer Mücke zog im Juni 2018 in seiner Pflegestelle bei Claudia S. ein. Zusammen mit Kläuschen stammt er aus einem Privathaushalt, in dem er sein gesamtes bisheriges Leben in einem winzigen Käfig verbracht hatte.

Peer Mücke ist etwa 1,5 Jahre alt und leidet unter einer starken chronischen Erkrankung, die dringend eine tierärztliche Versorgung erforderlich machte. Da Peers bisherige Besitzer mit seiner Pflege überfordert waren, baten sie um Hilfe.

Direkt nach seinem Einzug musste Peer aufgrund eines großen Kieferabszesses operiert werden. Die Beule war auf der betroffenen Kieferseite deutlich zu sehen, sie ging leider beim Anfassen spürbar unter dem Kiefer auch auf der anderen Seite weiter. Die Chance, dass der kleine Peer die zweistündige Operation überlebte, standen nur 50:50. Peer erhielt durch seinen kritischen Gesundheitszustand sofort vom Vorstand des Kaninchenschutzes e.V. die Notfallerstversorgung und seine Pflegestelle Claudia damit die Kostenübernahme für die notwendige tierärztliche Versorgung.

Mit großem Glück überlebte Peer die Operation. Leider wurden dabei jedoch weitere dramatische Probleme bekannt: Neben dem Kieferabszess leidet Peer unter großen Zahnproblemen. Die oberen Schneidezähne rollen sich in das Mäulchen ein und stehen versetzt zu den unteren, geradeaus hochwachsenden Zähnen. Ein bereits abgebrochener Schneidezahn wurde direkt während der Operation gezogen, von dessen Zahnwurzel gab es bereits eine Verbindung zum Kieferabszess. Links unten hat Peer damit nun gar keine Zähne mehr. Sein Kiefer hielt, ist aber stark verknöchert.

Peer hatte nach der Operation eine riesige, zweigeteilte Wunde - eine Knochenbrücke. Seine Kieferstabilität ist weiterhin extrem gefährdet, so dass Claudia die Wunde äußerst vorsichtig versorgen muss.

Peers gesundheitliche Prognose ist leider nicht gut. Durch die bisher nicht fachgerechte Behandlung ist wertvolle Zeit verstrichen. Der kleine Peer wird dauerhaft in Behandlung bleiben müssen, seine Zahnprobleme werden früher oder später wieder für Abszesse sorgen, zumal auch im Oberkiefer die Zahnwurzeln eng beieinanderstehen. Wenn Peer Glück hat, passiert das erst in zwei Jahren, mit Pech bereits in 6 Monaten. Aufgrund Peers Kieferinstabilität wird der dann auftretende Abszess nicht mehr operabel sein.

Doch Peer hatte kein Glück. Bereits zwei Wochen nach der großen Operation entwickelte sich innerhalb von wenigen Tagen unter seiner Zunge zur anderen Seite hin ein neuer Abszess. Trotz der geringen Überlebenschancen versuchte die Tierärztin die riskante Operation. Würde es sich jedoch um einen Weichteilabszess ohne Zugang nach außen handeln, würde die Tierätzin Peer schlafen und nicht mehr aus der Narkose aufwachen lassen. Die Operation wurde ein paar Tage nach dem Tierarztbesuch angesetzt.

Um Peer bis dahin noch ein möglichst kaninchengerechtes Leben zu ermöglichen, beschloss Claudia, ihn in den nächsten Tagen stundenweise bei angenehmen Temperaturen im Gartenauslauf auf die Wiese zu setzen und ihn dort hoppeln zu lassen. Peer hatte in seinem Leben 18 Monate lang nur die Enge eines Käfigs kennengelernt - und seine Lebenszeit wäre vermutlich in ganz wenigen Tagen zu Ende. Wenigstens einmal in seinem Leben sollte er Gras unter seinen Pfötchen spüren und nach Herzenslust hoppeln können.

Peer war zunächst von der großen Fläche in seinem Freigehege völlig überfordert - dann aber sprang er herum, schlug voller Lebensfreude Häkchen, machte Luftsprünge und knabberte Wiese! Es war wunderschön zu beobachten. Peer ist absolut zutraulich und anschmiegsam und lief Claudia immer wieder hinterher, wenn er schmusen wollte. Claudia ging auf ihn ein und versuchte, ihm bis zu seiner Operation einfach jeden Tag viel schöne Zeit zu verschaffen.

Wieder schaffte Peer, was selbst seine Tierärztin kaum geglaubt hatte: Er überlebte auch diese zweite Operation. Auch wenn er nun unten keine Schneidezähne mehr hat und sein Kiefer absolut instabil ist - sein Lebenswillen ist stärker. Und bei Claudia darf er weiterhin jeden Tag seine geliebte Wiese genießen, solange das möglich ist.

Außerdem wurde Peer mit Malte und Schorschi vergesellschaftet. Am Anfang schwankte Peer zwar zwischen Panik und dem Wunsch zum Kuscheln, aber schon nach kurzer Zeit ging er neugierig zu den beiden entspannt liegenden Kaninchen hin und kuschelte sich an sie. Dann klopfte und fiepte er zwar und rannte weg - aber schnell gewöhnten sich alle drei aneinander. Der tapfere kleine Peer wirkt unglaublich fröhlich und neugierig, nicht mehr traurig, und sucht immer wieder die Nähe der beiden ruhigen anderen. Schorschi darf ihm dann das Köpfchen putzen - und der schmusebedürftige Peer genießt das sehr.

Update 6. Juli 2018:
Durch seinen extrem kritischen Gesundheitszustand und die leider sehr schlechte Prognose erhielt Peer Mücke im Juli 2018 den Kaninchenschutz-Status, so dass die Kosten für seine medizinische Versorgung bei Claudia weiterhin übernommen werden. Wir wünschen dem kleinen Peer Mücke noch eine möglichst lange Zeit voller Lebensfreude auf seiner Wiese!

Update 1. August 2018:
Peer ist unser "Patenkaninchen des Monats August 2018"!

> Region: Ludwigsfelde / Brandenburg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
07.07.2018

Kläuschen

MÄNNLICH, GEBOREN CA. FRÜHJAHR 2017


Kläuschen ist ein kleines, zartes Kaninchen von nur 1,3 kg. Er stammt aus demselben Privathaushalt wie Peer Mücke; zusammen mit Peer verbrachte er dort sein gesamtes bisheriges Leben in einem winzigen Käfig von 80 cm.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme in seine Pflegestelle zu Claudia S. kämpfte Kläuschen bereits einige Wochen lang mit einem Kieferabszess im Oberkiefer mit Beteiligung des Tränennasenkanals. Er hat einen Schiefstand der Schneidezähne, die regelmäßig gekürzt werden müssen, außerdem schlimme Zahnwurzeln, die ebenfalls regelmäßig kontrolliert werden müssen, um bei nicht zu verhindernden neu entstehenden Abszessen schnell reagieren zu können. Kläuschen aktiver Abszess hat sich bereits verknöchert und ist damit leider nicht mehr operabel. Einige Monate zuvor hätte Kläuschen noch behandelt werden können - heute das leider nicht mehr möglich. Kläuschen muss daher lebenslang mit Antibiotika behandelt werden, außerdem antibiotikahaltigen Augentropfen. Hinzu kommen wöchentliche Spülungen des Trännennasenkanals, um den Eiter aus dem Abszess herauszuspülen.

In seiner Pflegestelle bei Claudia lernte Kläuschen das erste Mal in seinem Leben eine Wiese und für ihn fast unbegrenzten Auslauf kennen. Zuerst war die unbekannte Fläche für ihn so riesig, dass er sich gar nicht zu hoppeln traute. Dann aber genoss er seine Freiheit und den vielen Platz: Voller Freude schlug er Häkchen und flitzte durch das grüne Gras, und voller Lebensfreude entdeckte er neugierig seine Umgebung.

Inzwischen erholt sich das tapfere Kläuschen durch die gute Versorgung bei Claudia immer mehr und genießt den Sommer mit viel Auslauf im Garten und einer riesigen Kräuterwiese.

Durch seinen dennoch dauerhaften sehr schlechten Gesundheitszustand erhielt Kläuschen im Juli 2018 den Kaninchenschutz-Status. Wir wünschen ihm, dass sich seine Gesundheit bei Claudia hoffentlich weiter stabilisieren kann!

> Region: Ludwigsfelde / Brandenburg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
06.07.2018

Hedda

HEDDA, GEBOREN CA. 2015


Hedda wurde durch eine aufmerksame Tierschützerin im März 2018 bei einem Bauern entdeckt. Aus ihrem linken Auge floss Eiter, und das Auge stand stark hervor. Ursprünglich wollte der Bauer sie noch einmal decken lassen, obwohl sie bereits einen Wurf mit ausschließlich totgeborenen Welpen hatte.

Am 21. März 2018 durfte sie jedoch in ihre Pflegestelle zu Astrid N. ziehen. Der Check beim Tierarzt am nächsten Tag ergab hochgradige Kokzidien und einen vereiterten Oberkiefer, deshalb steht das Auge auch hervor.

Ein paar Tage später begann sie an Ostern nachts mit dem Nestbau - aber Welpen bekam sie zum Glück nicht, der Nestbau beruhte auf einer entzündeten Gebärmutter. Hedda wird deshalb nach Ostern sofort notkastriert, und anschließend wird die Behandlung des Kiefers fortgesetzt.

Hedda kennt keine Artgenossen, aber sie ist absolut verschmust und anhänglich. Sobald die Kokzidien weg sind, darf sie die anderen Kaninchen in ihrer Pflegestelle kennenlernen: Ida, Nora und Tomte Tummetott.

> Region: Mühlacker/Baden-Württemberg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
02.04.2018

Tobi

TOBI, ALTER UNBEKANNT


Tobi ist ein kleines Notfellchen mit ganz großen Problemen.

Ende Januar 2018 erfuhr Susanne von dem Kleinen - und durch seinen kritischen Zustand konnte er sofort in seine Pflegestelle ziehen. Der kleine Tobi wog 850 g und musste alle 2 bis 3 Stunden gefüttert werden, selbstständig konnte er nicht (mehr) fressen.

Er hat ein extrem stuftiges Gebiss mit massiven Zahnspitzen, die im Mäulchen schon jede Menge Entzündungen verursacht haben, die Zunge und die Backe sind teilweise richtig aufgeschlizt. Ein Backenzahn war am Wackeln. Tobis Schneidezähne sind allgemein zu lang und weisen Anzeichen von zu viel Druck auf. Die Stiftzähne wachsen nach innen.

Auch Rachen und Luftröhre weisen massive Entzündungszeichen auf. Der Tränenkanal auf der rechten Seite war völlig zugeschwollen.

Tobi erhielt sofort vom Kaninchenschutz die Notfallerstversorgung, um sich bei Susanne erst einmal erholen zu können. Dennoch waren die ersten Tage sehr schwierig, da der kleine Tobi lange nicht richtig fressen wollte.

Nach zwei Wochen endlich gab es dann die erste Erleichterung: Tobi fraß selbstständig und gerne - und er hatte schon richtig zugenommen: 1080 g wog der Kleine zwei Wochen nach seiner Aufnahme bei Susanne!

Update 06.03.2018:
Der kleine Tobi erholt sich bei Susanne weiter ganz toll und tobt glücklich in der ersten warmen Frühlingssonne in Susannes Garten.

Update 21.03.2018:
Der Termin beim Zahntierarzt ergab keine guten Nachrichten. Tobis Schneidezähne sind ja alle schief, und durch den Druck sind die Wurzeln zu weit zum Knochen gedrückt worden. Dadurch entstand auch die Verengung im Tränenkanal. Leider wird Tobi mit dieser Diagnose dauerhaft ein Zahnkaninchen bleiben.

Update 31.03.2018:
Tobi erhält vom Kaninchenschutz den Kaninchenschutz-Status. Wir drücken dem kleinen Tobi weiter alle Daumen, dass er sich bei Susanne weiter erholen kann!

> Region: Meschede/NRW > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
02.04.2018

Malte

MÄNNLICH, GEBOREN CA. 2013


Malte ist ein kleines Notfellchen, das über eine Tierärztin in die Fürsorge seiner Pflegestelle kam: Malte wog im vergangenen Jahr normale 2 kg. Über viele Monate wurde er so vernachlässigt, bis sein Gewicht nur noch 800 g betrug und er fast verhungert war.

Malte ist ein Intensivpflegetier und wird von Claudia rund um die Uhr betreut und vor allen Dingen mit Futter versorgt. Festes Futter konnte er zunächst nicht fressen, schlabbert aber Päppelbrei sofort aus der Spritze weg. Wir freuen uns jeden Tag, wenn er ein wenig zunimmt - aber sein Gesundheitszustand ist noch immer sehr kritisch.

Malte hat viele gesundheitliche Probleme: Er hat massiv veränderte Zähne incl. Zahnspitzen und sich damit eine eigenartige Kautechnik angewöhnt, so dass sich seine Zunge eigenartig im Mäulchen verdreht, um den Zahnspitzen aus dem Weg zu gehen.

Er hat einen entzündeten Tränennasenkanal, stark entzündete Ohren, struppiges Fell, wunde Pfötchen, massiven Milbenbefall, starke Rückenschmerzen und einen alten Bruch an der linken Hüfte, der in seinem geschwächten Zustand kaum heilen konnte. Sein kleiner Körper hat alles verfügbare Calcium aus den Knochen aufgebraucht, um während der Hungerzeit die Organfunktionen weitgehend aufrecht zu erhalten.

Aber Malte ist ein kleiner Kämpfer. Trotz aller Medikamente legt sich immer öfter entspannt hin, wenn Claudia zu ihm kommt, macht sein Köpfchen sofort platt, schließt die Augen beim Streicheln und genießt die liebevolle Fürsorge.

Update 22.02.2018:
Aufgrund seines kritischen Gesundheitszustandes hat Malte direkt vom Verein den Kaninchenschutz-Status erhalten. Wir wünschen ihm, dass er sich bei Claudia hoffentlich schnell erholen kann!

Update 08.03.2018:
Nach 4,5 Wochen intensiver Pflege hat Malte sein Gewicht schon wieder verdoppeln können und wiegt nun 1.670 g! Wir freuen uns sehr, dass es ihm inzwischen sehr viel besser geht, auch wenn er noch immer eine intensive Behandlung braucht.

> Region: Ludwigsfelde / Brandenburg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
08.03.2018

Charly

MÄNNLICH, KASTRIERT, GEBOREN 2008


Charly ist Anfang 2008 geboren und lebte bisher immer allein in Käfighaltung mit üblicher Trockenfutterernährung. Der kleine Mann war bisher unkastriert, was nun nachgeholt wird, und soll dann zu einem Rentnerpärchen integriert werden, in der Hoffnung, dass er auch hier ein anderes Essverhalten an den Tag legen wird.

Charly bringt einige Baustellen mit:

  • Er hat eine Kopfschiefhaltung, die aus einer alten, unbehandelten, einseitigen Ohreninfektion herrührt.
  • Sein Innenohr ist verknöchert, aber aktuell nicht entzündet.
  • Seine beiden Linsen haben sich vom Auge gelöst (sog. Linsenluxation). Der Augeninnendruck muss regelmäßig kontrolliert werden, da die Gefahr von Glaukomen besteht.
  • Er hat einen vergrößerten Vorhof des Herzens und ein leichtes Herzgeräusch, das muss weiter beobachtet werden.
  • In der Wirbelsäule hat Charly an 3 verschiedenen Stellen Spondylose und bekommt dafür nun auch täglich Medikamente; auch bildet sich in den Knien der Hinterbeine Arthrose.
  • In der Hüfte geht die Mineralisierung weg, das kann altersbedingt sein, sollte aber laut Tierarzt in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, auch im Hinblick auf eine eventuelle Osteoporose.


Aktuell hat Charly einen Blasenstein, und wir hoffen, dass wir ihn ohne OP ausschwemmen können. Zähnchen sind für seine bisherige Haltung und das Alter typisch, müssen jedoch regelmäßig gekürzt werden, der P2 ist zu lang und stößt gegen den Tränennasenkanal.

Update 08.09.2017
Nachdem sich KS-Fellchen Bert-Gustav auf die Reise über die Regenbogenbrücke gemacht hat, lebt Charly mit Paul zusammen. Doch die beiden sollten nicht allein bleiben, und somit kam Ks-Pflegling Erna mit ihrem Freund Ottokar mit hinzu.

Leider verlief die Zusammenführung etwas anders als erhofft, mit dem Ergebnis, dass Charly jetzt zusammen mit Paul und Ottokar in einer Gruppe und damit glücklich ist.

> Region: Ludwigsfelde / Brandenburg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
15.10.2017

Ella

WEIBLICH, ALTER UNBEKANNT


Ella kommt aus einer Beschlagnahmung von 123 Kaninchen, einem sogenannten Animalhoarding Notfall.

Ihr Fell ist struppig, sie ist Schnupferin, hat ein entzündetes Auge, Durchfall und ein Gesäuge voller Milch, was bedeutet, dass sie erst vor kurzer Zeit Babys zur Welt gebracht hat.

Der erste Tierarztbesuch ergab, dass die Kleine ein Stufengebiss hat, ihr Tränennasenkanal verstopft war, wodurch aller Wahrscheinlichkeit nach der Schnupfen und die Niesattacken ausgelöst wurden. Ella wurde in Narkose gelegt, das Stufengebiss korrigiert und der Tränennasenkanl gespült. Die Milch in der Gesäugeleiste ging auch zurück.

Leider ging es Ella wenige Tage später nicht gut, sie mochte nicht fressen, saß komisch da, und die Gesäugeleiste fühlte sich hart an. Ein Notfalltermin beim Tierarzt am Wochenende zeigte Auffälligkeiten bei den Entzündungswerten, und am Steiß wurde ein Abszess festgestellt. Ella musste leider ganz schnell operiert werden.

Der Abszess war überall und hatte bereits über die gesamte Gesäugeleiste, die Oberschenkel und im Abdomen Gänge gebildet. Über 40 Klammern wurden benötigt, um die gesamte Wunde zu verschließen. Ella darf vorerst nur auf wenig Platz leben, da die Haut zu sehr spannt und ni cht aufplatzen darf.

Die Kontrolltermine beim Tierarzt verliefen gut, die Wundheilung verläuft bisher ohne Probleme, und Ella erträgt alles ganz tapfer.

Ella freut sich über Paten, die sie auf ihrem Weg begleiten und Daumen drücken, dass Ella wieder richtig gut auf die Beine kommt!


Update 8. September 2017:
Seit heute hat Ella KS-Status


Update 1. Oktober 2017:
Ella ist unser Patentier des Monats Oktober !

> Region: Meschede/NRW > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
15.10.2017

Maya

WEIBLICH, GEBOREN CIRCA ENDE 2015


Maya kam zu ihrer Pflegestelle, da diese von der Besitzerin um Hilfe gebeten wurde.

Die Besitzerin hatte die Kleine selbst erst ca. 2 Wochen vorher von einer Notstation als Partnertier für ihren Rammler geholt. Ihr wurde Maya übergeben mit der Angabe, dass sie eine leichte Erkältung hätte und Antibiotika bräuchte, dies wurde ihr von dort mitgegeben.

Als sich keine Besserung einstellte, ging die Besitzerin zu einem Tierarzt und bekam ein anderes Antibiotikum, was aber auch nicht half.

Bei einer weiteren Tierärztin wurde festgestellt, dass die Kleine nicht nur Schnupfen hat, sondern mindestens drei Zähne in einer Operation gezogen werden müssen.

Da ein angeratenes CT, die Operation und auch die eventuelle weitere Behandlung die finanziellen Möglichkeiten der Besitzerin überstiegen hätten, zog die Kleine bei ihrer Pflegestelle ein.

Die Pflegestelle taufte sie Maya und ließ sie erstmal ankommen. Maya ist laut Angabe der Notstation erst 1 Jahr alt.

Maya war bei der Ankunft in der Pflegestelle zu dünn, hatte ein stark tränendes Auge und bekam schlecht Luft.

Der erste Tierarzttermin und das dort gemachte CT brachten leider einige Baustellen zum Vorschein: Alle Backenzähne auf der linken Seite, sowohl oben als auch unten, müssen entfernt werden, da dort alle Zähne kreuz und quer stehen und es keine Möglichkeit gibt, wenigstens einen Teil der Zähne zu erhalten.

Außerdem konnte man schon große Knochenauftreibungen im Unter- und Oberkiefer erkennen.

Die Probleme mit der Atmung kommen davon, dass ein Stück Knochen ihrer Nase abgesplittert und dieses Nasenloch mit Eiter gefüllt ist. Die Tierärztin vermutet entweder einen Sturz oder Misshandlungen als Ursache hierfür.

Die Nase wird wohl immer ein Problem darstellen und nur das andere Nasenloch funktionsfähig sein.

Maya ist eine sehr tapfere kleine Kämpferin, die alle Behandlungen gut mitmacht und schnell wieder zu fressen anfängt. Sie genießt es, geschmust zu werden, Küsschen zu bekommen und mit viel leckerem Grünfutter verwöhnt zu werden.


> Region: Karlsruhe/Baden-Württemberg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
25.02.2017

Franz Fluse

MÄNNLICH, KASTRIERT, ALTER UNBEKANNT


Franz Fluse wurde als letztes von über 30 Kaninchen aus einem Animal-Hoarding-Notfall in Leipzig befreit.

Die für den Einsatz zuständige Tierärztin wollte ihn euthanasieren, aber ein aktives Mitglied des Kaninchenschutz e.V. blieb hartnäckig.

So konnte der arme Kerl dann Mitte Januar 2016 endlich in eine kompetente Pflegestelle nach Berlin ziehen.

Sein Anblick versetzte seiner neue Pflegemutti dann einen großen Schreck: viel zu dünn, der Kopf stark verdreht, das Fell im Gesichtsbereich stark verklebt, die Augen vereitert und alles wurde begleitet von einem üblen Gestank.

In seinem neuen Heim angekommen, bezog Franz sein kleines Reich und die komplette Medikamentenbehandlung gegen Encephalitozoon cuniculi wurde gestartet.

Der Kleine sollte erst einmal zur Ruhe kommen und die Medikamente einen ersten Wirkstoffpegel aufbauen, bevor er dem Stress eines sofortigen Tierarztbesuches ausgesetzt wird.

Der kleine Fluse zeigte von Beginn an einen enormen Lebenswillen … und einen gesegneten Appetit. Dies brachte ihm schnell den Beinamen „Raupe Nimmersatt“ ein.

Der erste Tierarztbesuch zwei Tage nach seiner Ankunft brachte folgende Diagnosen zum Vorschein:

  • Hefen und Milben waren im Gepäck
  • der Tränen-Nasen-Kanal ist stark vereitert
  • Augen beidseits vereitert, das nach ober neigende Auge schlimmer betroffen
  • stark entzündete Haut unter dem verklebten Fell im Gesichtsbereich
  • linksseitige, eitrige Mittelohrentzündung

Nun musste der Tapferling ganz viele Medikamentengaben über sich ergehen lassen und wurde darin mit der Zeit immer cooler.

Unter der guten Pflege von seinem Personal stabilisierte sich Franz zunehmend und konnte Anfang Februar ein kleines, gepolstertes Gehege beziehen.

Allen Zweifeln zum Trotz ist er mit dieser Situation überhaupt nicht überfordert. Er markiert alles fleißig und versprüht somit seinen unverkennbaren „Duft“. Der Kleine war nämlich noch unkastriert, und bedingt durch seinen Allgemeinzustand war eine Kastration vorerst nicht durchführbar.

Da Franz lange unbehandelt war, ist davon auszugehen, dass seine Kopfschiefhaltung bleibt. Dies schränkt ihn aber derzeit kaum ein und die Hoffnung bleibt, dass es vielleicht doch noch besser wird. Als Begleiterscheinung des E.C.-Ausbruchs liegt bei Franz noch eine Nierenschädigung vor, die nun ebenfalls medikamentös behandelt wird.

Anfang März 2016 hatte sich Franz Fluse soweit stabilisiert, dass die Kastration durchgeführt werden konnte. Den Eingriff sowie die Narkose hatte er so gut verkraftet, dass er abends schon wieder nach Hause durfte.

Jetzt hofft seine Pflegemama, dass der kleine Fluse mit dem Absinken des Testosterons nicht mehr ganz so viel markiert und müffelt.

Durch die Kastration konnte Franz kurze Zeit später auch Gesellschaft bekommen - er lebt jetzt mit Patenkaninchen Nikolas sowie Kaninchendame Marie zusammen.

Da er weiterhin regelmäßig behandelt werden muss, hofft er auf die Unterstützung von vielen Paten.

> Region: Berlin > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
17.04.2016

Paul

MÄNNLICH, KASTRIERT, GEBOREN CIRCA 2009


Kaninchenherr Paul musste Anfang 2016 sein trautes Heim verlassen, weil seine Besitzerin sehr krank war und sich nicht mehr um ihn kümmern konnte.

Leider war sie da nicht die einzige – auch Paul hatte einige gesundheitliche Probleme aufzuweisen.

Er hat eine Zahnfehlstellung der hinteren Backenzähne und muss deshalb etwa alle vier Wochen zur Zahnkorrektur zum Tierarzt.

Außerdem ist er ein E.C.-Tier, was bedeutet, dass er immer wieder unter einem Schub leiden kann.

Das Ganze ist zum Glück meistens gut in den Griff zu bekommen, aber natürlich dennoch ein Risiko, das man immer gut im Blick haben muss.

Auch die Verdauung – genauer der Darm – von Paul möchte leider nicht immer das machen, was sie soll. Er leidet oft unter Durchfall, was dazu führt, dass er regelmäßig gewaschen werden muss, damit er nicht mit matschigem Kot verschmiert wird.

Auch neigt Pauls kleiner Verdauungstrakt dazu aufzugasen, was schnell problematisch werden kann.

Generell hat Paul immer wieder Probleme damit, ordentlich zu fressen, was dem kleinen Körper zu schaffen macht.

Nach Ankunft in seiner Pflegestelle wurde der kleine Kerl noch einmal ordentlich auf den Kopf gestellt, wobei gewisse Unstimmigkeiten an der Leber festgestellt wurden. Konkrete Probleme wurden jedoch nicht gefunden, sodass Paul nach einer erneuten radikalen Zahnkorrektur – die Zähne waren so schief gewachsen, dass auch das Zahnfleisch schon entzündet war – erst einmal einen Freund bekam.

Paul lässt sich jetzt von Kaninchenherr Lias pflegen und die beiden genießen eingeweichtes und kleingeraspeltes Futter.

Wir hoffen, dass der Darm von Paulchen durch weitere Aufbaukuren und Unterstützungen weiter gestärkt werden kann, so dass seine Probleme weniger werden.

Dafür hat er aber noch einiges an Weg vor sich, wofür er liebevolle Paten zur Unterstützung sucht.


> Region: Potsdam/Brandenburg > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
03.03.2016

Helmut

MÄNNLICH, KASTRIERT, ALTER UNBEKANNT


Wie sein Kumpel Horst wurde Helmut am 25.05.2015 mit 36 anderen Kaninchen, die sich einfach selbst überlassen wurden, von aktiven Mitgliedern des Kaninchenschutz e.V. eingefangen.

Am gleichen Tag reisten sie weiter in ihre Pflegestelle nach Berlin.

Der erste Tierarztcheck am folgenden Tag brachte Ernüchterung und viele Baustellen mit sich: Kaninchensyphilis, Fell- und Darmparasiten, Hornhautverletzungen, verstopfte Ohren durch Milbennester, eine schlechte Zahnstruktur mit Zahnfehlstellung sowie einen schlechten Ernährungszustand mit Rohfasermangel.

Die Syphilis war mit großer Wahrscheinlichkeit schon lange ausgebrochen, da Helmuts Nase deutliche Vernarbungen mit einem fast gänzlichen Verschluss eines Nasenlochs aufwies.

Eine Menge Medikamente sowie engmaschige Betreuung und Tierarztkontrollen bestimmten jetzt erst einmal den Tagesablauf von Kaninchen und Pflegepersonal.

Die Medikation schlug relativ schnell an und so konnte bei einer Stabilisierung des Allgemeinzustandes am 09.06.2015 die Kastration durchgeführt werden. Diese verlief komplikationslos, obwohl sich Abszesse in den Hoden gebildet hatten.

Während der Narkose wurde dann ein Ganzkörperröntgen bei beiden Jungs durchgeführt, da sich bei Horst Auffälligkeiten darstellten. Die Bilder zeigten Entzündungen in den Knochen/Gelenken und einen schlechten Mineralisierungsgrad aufgrund der Mangelernährung.

Am 17.08.2015 wurde Helmut ein Patenkaninchen des Vereins, da er aufgrund der gesundheitlichen Baustellen noch einen langen Weg vor sich hat. Mit Horst kann er sich weiter von seinem Pflegepersonal verwöhnen lassen und gespannt in die Zukunft als hoffentlich glückliches Kaninchen schauen.


> Region: Berlin > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
01.11.2015

Horst

MÄNNLICH, KASTRIERT, ALTER UNBEKANNT


Horst wurde am 25.05.2015 mit 36 anderen Kaninchen von aktiven Mitgliedern des Kaninchenschutz e.V. im Rahmen einen Notfalls gerettet, da die Kaninchen von ihrer ehemaligen Besitzerin zurück gelassen wurden und sich nun selbst überlassen waren. Die Kaninchen waren nicht kastriert und konnten sich somit unkontrolliert vermehren. Dies zog leider auch Ratten an, so dass die meisten frisch geborenen Kaninchenwelpen aufgefressen wurden.

Alle Kaninchen waren in einem schlechten Zustand. Noch am selben Tag reiste Horst mit seinem Kumpel Helmut, der ebenfalls aus dem Notfall stammt, nach Berlin in seine Pflegestelle.

Der erste Tierarztcheck bestätigte die bereits deutlich sichtbaren Baustellen: Kaninchensyphilis, einen stark entzündeten Hoden, Fell- und Darmparasiten, Hornhautverletzungen, überlange Krallen und dadurch bedingt Krallenballendeformationen. Zudem wurde eine schlechte Zahnstruktur festgestellt sowie der schlechten Ernährungszustand mit Rohfasermangel bestätigt. Horst hatte nämlich ganz schlimm angeknabbertes Fell, vor Hunger und Rohfasermangel fressen sich die Tiere dann gegenseitig das Fell ab.

Das alles bedeutete eine Menge Medikamente für den kleinen Kerl sowie engmaschige Betreuung und Tierarztbehandlungen.

Die Medikation schlug gut an, und so konnte bei einer Stabilisierung des Allgemeinzustandes am 09.06.2015 die Kastration durchgeführt werden, die komplikationslos verlief. Während der Narkose wurde dann ein Kopfröntgen aufgrund der Zahnproblematik durchgeführt. Dies zeigte Auffälligkeiten an den Schädelknochen und somit wurde eine Ganzkörperröntgenaufnahme durchgeführt. Die Bilder zeigten Entzündungen in den Knochen/Gelenken und einen schlechten Mineralisierungsgrad aufgrund der Mangelernährung.

Da Horst auf Grund der ehemaligen schlimmen Haltung dauerhaft mit gesundheitlichen Einschränkungen leben muss und engmaschige Tierarztkontrollen/ -behandlungen nötig sind, wurde er am 17.08.2015 ein Patenkaninchen des Vereins.

Er darf sich nun dauerhaft von seinem Pflegepersonal verwöhnen lassen und mit Kumpel Helmut zusammenleben. Beide leben mittlerweile in Außenhaltung.

> Region: Berlin > Kontakt: > Eintrag aufgenommen am:
01.11.2015